14 Beylagen.
gegen jene wegen bezeigter deſſen Vilipendenz Klagde gefuͤhret und anbey um reglirungs ihres Rangs, auch die Stadt⸗Lieutenants, Faͤndriche und Adjutanten um Verordnung gewiſſer utilien und ebenmaͤßige Anweiſung ihres Rangs un⸗ terthaͤnigſt nachgeſuchet haben, was ihr deßfalls unterm 1. Sept. des nechſtvo⸗ rigen Jahrs vor einen Bericht erſtattet habt. Nachdem Wir es nun bey dem Juhalt ſothanen Reglements, nach welchem jedein derer beyden Stadt⸗Capitains die verordnete 12. Rthlr. jaͤhrliche Beſoldung aus dem Gieſſer Stadt⸗Aerario ohnweigerlich bezahlt werden, ſodann die Quartiers⸗Freyheit ihnen nur von ei⸗ nem ſelbſt bewohnenden eigenen Hauß pro futuro nicht nur angedeyen, ſonderu auch das von einem ſolchen Hauß eintge Jahre hero ſchuldig verbliebene Quar⸗ tier⸗Geld, als ein Gratiale wegen deren bishero gehabten ohnentgeltlichen Be⸗ muͤhungen erlaſſen, einfolglichen der Capitame Hartmann das Quartier⸗ Geldd von ſeinem zweyten Hauß, gleich einem jeden Befreyten, welcher 2. eigenthumn liche Haͤuſer hat, pro præteritorio& futuro zu bezahlen angehalten werden ſol⸗
ſe, nach wie vor ohngeaͤndert bewenden laſſen, dahingegen aber ihnen Stadte Capitains, an ſtatt derer un Keglement einem jeden zugeſtandenen 4. Maſt⸗freyen Schweinen, weilen ſolche niemanden, als nur einem zeitigen Ober⸗Amtmann, alldorten paſfiret werden, nunmehro deren nur 2. einzutreiben bewilliget, ſodann mehrbemelten zeitigen Stadt⸗Capitains im Rang mit denen Membris des Schofe fen⸗Raths nach deren ancienneté zu roulliren, weniger nicht denen ſupplicwen⸗ den Lieutenants, Faͤndrichen und Adjuranten den Rang je nach der ancienneté mit denen Sechszehenern concediret, anbey aber verordnet haben, daß ſie ſich mit der ratione hujus officii bereits genieſſenden Beed⸗ und Perfonal-Freyheit und denen durch die beſchehene Renunciation derer Capitams ihnen zugegangenen⸗ und in beſagtem Keglement angemerckten Acoidentien begnuͤgen ſollen, maſſen ihnen dann auch in dem weitern unterthaͤnigſten Geſuch der Quartiers⸗Frey⸗ heit, wegen dergleichen allbereit uͤberhand genommenen vielen Befreyungen, nicht willfahret werden kan; Als haben Wir euch dieſe Unſere gnaͤdigſte Re⸗ ſolutiones hiermit bekand machen wollen, mit gnaͤdigſtem Befehl, daß ihr ſol⸗ che dem Stadt⸗Nath alſo publiciret, und ihn bedeutet, daß er, bey Vermeidung ernſten Einſehens, beſagtem Keglement, ſo wohl hierinnen als in allen uͤbrigen Puncten, ohnweigerliche Parition leiſten ſolle. Und Wir ꝛc. Darmſtadt den 15ten Febr. 1741.
Ludwig L. z. Heſſen.
An das Ober⸗Amt Gieſſen alſo abgangen.,
((Achdem Wir auf die von Seiten des Stadt⸗Raths zu Gieſſen, wegen de⸗ 1 9 rer denen beyden Stadt⸗Capitains daſelbſt, nach dein neuen Burger⸗Aus⸗ ſchuß⸗Keglement verordneken Beſoldung und utiken eingebrachte Be⸗ ſchwerden gnaͤdigſt relolviret und verordnet haben, daß es, Einwendens ohnge⸗ achtet, bey dem Innhalt beſagten Keglements, nach welchem ihnen Stadt⸗Ca- pitains die verordnete Zwoͤlf Reichsthaler jaͤhrliche Beſoldung aus dem Gieſſer Stadt⸗Aerario ohnweigerlich zu bezahlen, ſodann ihnen die Quartiers⸗Freyhett nur von Einem ſelbſt bewohnenden eigenen Hauß pro futuro nicht nur zu paſſi- ren, ſondern auch das von eineun ſolchen Hauß einige Jahre hero ſchuldig ver⸗ bliebene Quartier⸗Geld, als ein Gratiale wegen ihrer bishero gehabten ohnent⸗ geltlichen Bemuͤhungen, zu erlaſſen, einfolglichen der Capitam Hartmann, das Quartier⸗Geld von ſeinem zweyten Hauß, gleich einem jeden Befreyten,
welcher zwey eigenthuͤmliche Burger⸗Haͤuſer hat, ſo wohl de præterito 55 pro uturo


