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Wiſſenſchaft und Technik beſchäftigen ſich gerade in der neueſten Zei eifrig mit der überaus ſchwierigen Frage der Reinigung ſtädtiſcher Abwäſſer es iſt daher nicht ausgeſchloſſen, daß weitere erhebliche Fortſchritte in abſeh Zeit auf dieſem Gebiete erzielt werden. Auch die weitere Erprobung der ud Methaden in arößerem Maßſtabe wird nicht ausbleiben, da manche an kleinen!
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6 5. Regenwaſſer⸗ Zur Ableitung des Regenwaſſers ſind einzelne nach ſammler. den verſchiedenen Waſſerläufen gegliederte Bezirke ange⸗us der 3 ordnet, welche abgeſehen von dem inneren Stadttheil ſien, was und dem Gebiet der Schwarzlach und des Gartfeldes worliegende unter ſich nicht im gleichen organiſchen Zuſammenhang ſſer ange von Haupt- und Nebenſammler ſtehen, wie dies bei den ulck im V Schmutzwaſſerſammlern der Fall iſt. Hier konnte nur das ußerorden Beſtreben nach möglichſt raſcher Ableitung in die vorhan⸗ickt auf d denen Waſſerläufe und deren Aufnahmefähigkeit maßgebend us 18 Oct ſein, wodurch ſich die unter 3 beſchriebene Eintheilung ergab⸗ ſilgende ſt 6. Grundwaſſer. Eine unmittelbare Einführung des Grundwaſſers in un 13 Jlli die Kanäle iſt nicht geplant, da einerſeits die Querſchnitte„2. Juli mit Aufwendung bedeutender Geldmittel dann ſehr groß 14 Juli gewählt werden müßten und anderſeits bei gefülltem Kanal“2Au das Schmutzwaſſer des Kanals in das Grundwaſſer über W Au treten könnte, was im Intereſſe der öffentlichen Geſund⸗ 99 u heitspflege unter allen Umſtänden vermieden werden muß. 24 Jun Immerhin iſt eine Senkung des Grundwaſſerſpiegels 2n. Jun zu erwarten, da durch die Herſtellung der Rohrgräben 2 Jun in ſtark thonhaltigem Boden durch Kiesfüllung einn Gerinne geſchaffen wird, in welchem das Grundwaſſer ſich Miiſe leicht bewegen kann.. nindeſtens aber, daf 7. Schmutzwaſſer⸗ Nach Beobachtungen an fertigen Anlagen genügt es, Vorausſic menge. wenn man täglich auf den Kopf der Bevölkerung 120 Liter ſibwemmu rechnet, wovon für die Stunde des ſtärkſten Waſſerverbrauchs⸗ riſſe in der zwölfte Theil anzunehmen iſt. Es wird ferner genügen, ſutreffen wenn die zukünftige Bevölkerung in der Altſtadt mit 250. nſammer und in der Neuſtadt mit 120 Köpfen auf 1 Hektar in pr Kanä Rechnung geſtellt wird. Für die Abmeſſungen der Kanäle fage ſche iſt demnach eine Schmutzwaſſermenge von 0,70 Liter in der entſpreche Altſtadt und 0,33 Liter in der Neuſtadt für ein Hektar und uit einer eine Sekunde der Rechnung zu Grunde zu legen. 21 8§. Regenwaſſer⸗ Als größte Regenmenge ſind 200 Liter für ein Hektar ſaegenaus menge. und eine Sekunde angenommen und weiter vorausgeſetzt, ſen Rege 3 daß von dieſer Regenmenge in der Altſtadt zwei Zehntel, zekunde in den übrigen Stadttheilen ſieben Zehntel durch Ver⸗ uß die dunſtung und Verſickerung beſeitigt werden, ſodaß in der Lier Altſtadt(1,0— 0,2)200 gleich 160 Liter und in den übrigen Stadttheilen(1,0— 0,7). 200 gleich 60 Liter Regenwaſſer für ſenge vor ein Hektar und eine Sekunde abzuführen ſind. Die hiernach eer oben für jeden Kanal ſich ergebende Waſſermenge iſt noch mit vmal R der Verzögerungszahl(reziproker Werth der vierten Wurzel arunter nzunehn
Brühl'ſche Univ.⸗Buch⸗ u. Steindruckerei(Pietſch Erben), Gietzen.


