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Neuntens dieſe Aufſehere das beſchwerliche/ mit vielen Unluſten begleitete officium umbſonſt zu uͤbernehmen/ und zu
fuͤhren nicht wohl geheiſſen werden koͤnnen/ ſoll ihnen von
denen eingehenden Straffen ein gewiſſes billiges Accidenz vor ihre Bemuͤhung gereichet werden. Und obwohlen
Zehendens gehofft wird/ die Metzger⸗Zunfft werde ihrem gethanen Verſprechen gemaͤß in Zukunfft die bißhero einge⸗ ſchlichene viele Unterſchleiffe endlich einmahl voͤllig abzuſtellen von ſelbſten befliſſen ſeyn/ ſo wird doch ein jeder der Zunſft⸗ Genoſſen hierdurch nochmahls in ſpecie alles Ernſtes ermah⸗ net/ und auf ſeine Huldigungs⸗Pflichten erinnert/ daß er nicht allein/ ſo viel an ihme iſt/ allen Mißbrauch/ Hinterliſt und Gefaͤhrde abſtellen/ und ſich denen Zunfft⸗ und Neben⸗Arriculn, und ſeinem Eyd gemaͤß bezeigen/ ſondern auch/ da er von ſei⸗ nem Zunfft⸗Mitgenoſſen einige Ubertrettung dieſes Verbotts wahrnehme/ ſolches ſo fort gehoͤrigen Orths anzeigen ſolle/ allermaſſen dann auf den contraventions-Fall zum erſtenmahl eine nahmhaffte Geld⸗Straffe geſetzt/ oder der Excedent, da er unvermoͤgend waͤre/ mit Ordnungs⸗maͤßiger Gefaͤngnuß und offentlicher Arbeits⸗Straffe am Veſtungs⸗Bau ange⸗ ſehen/ zum zweytenmahl aber ihme/ uͤber das/ das Hand⸗ werck auf einige Zeit niedergelegt/ und zum drittenmahl er des Handwercks gaͤntzlich entſetzt und verluſtig erklaͤhret/ ſo⸗ dann der Zunfft⸗Genoß/ welcher dem andern ſeinen Exceſs verhehlet/ und nicht gebuͤhrlich angiebt/ ebenfals mit em⸗
pfindlicher Geld⸗ und Leibes⸗Straffe angeſehen/ weniger nicht/
da man ſehen muͤſſe/ daß die mehriſte Zunfft⸗Genoſſen an ſol⸗ che Beſtraffung ſich nicht kehren/ oder in denen bißherigen ein⸗ gewurtzelten Unordnungen continuiren wolten/ dieſe aber⸗ mahlige neue Verordnung abgeſchafft/ und der g. 12. des Zunfft⸗Brieffs/ welcher ohne dem dadurch nicht gaͤntzlich auf⸗ gehoben/ ſondern nur auf gewiſſe Maaß declarirt und modi- ficirt wird/ de novo hergeſtellet/ mithin es dabey in perpe- tuum ohnveraͤnderlich gelaſſen werden ſolle. Weilen auch
Eilf⸗


