2. Vom Rhein her streicht ein starker Luft, rum plum plum, der treibt den Alten aus der Gruft etc.
3. Ein rostig Stahlwams ist sein Kleid, ein rostig Schlacht- schwert hängt zur Seit.
4. Der Schmied von Kainsbach steht am Herd; mein Schmied, putz blank das lange Schwert.
5. Jedweder thu, was seine Pflicht, der Wind vom Rhein der g'fällt mir nicht.
6. O römisch Reich! du bist nicht mehr, doch reit ich noch zu deiner Ehr.
7. Ich reit und reit und such einen Mann, der meinen Flammberg führen kann.
19. Burschenlied.
1. Es sassen beim schäumenden, funkelnden Wein drei muntere Bursche und sangen; es schallte und brauste das Jubellied, und lustig die Becher erklangen.
2. Der Erste, ein Jüngling mit dunkelem Haar, hob hoch in der Rechten den Becher:„Dem Vater Rhein, der den Wein uns erzog,:, ein donnerndes Vivat, ihr Zecller!“.
3.„Es lebe der Rhein! es lebe der Rhein!“ so schallt es heraus in das Weite; da griff in der Laute Saiten und sprach mit blitzendem Auge der Zweite:
4.„Hoch lebe die liebe Frau Musika! die haltet in Ehren, ihr Brüder! es lebe Musik! es lebe Gesang!“ Laut klingen die Gläser wieder.
5. Und wie der festliche Ruf ertönt noch zu des Ge- sanges Preise, da schwingt schon der Dritte den Becher empor und spricht zu der Freunde Kreise:
6.„Was soll uns der Wein, was soll der Gesang, wenn die Liebe nicht innig im Bunde? Ihr Brüder, der Liebe ein donnerndes Hoch, ein Hoch aus des Fferzens Grunde!“
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