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Ungewiſſe. Einen Tag nur und eine Racht ſollte er an den mör⸗ deriſchen Kämpfen zwiſchen Gleiwitz und Tſchenſtochau teilnehmen bis er am Samstag früh um 8 Uhr(2. Sept.) von einer feinde lichen Kugel ſchwer verwundet wurde. Im Krankenhaus zu Graß⸗ Strehlitz, wohin man ihn, der vollſtändig gelähmt war, gebrackft“
hatte, ſollte er Geneſung finden. Bber nach dreitägigem Ringen— 3 zwiſchen Ceben und Tod hat Gott ihn in eine beſſere Welt M. gerufen. Dienstag, den 5. Seplember abends gegen dreivierte †ßen*
ſieben iſt er entſchlafen, nachdem er am Sonntag zuvor noch ſei⸗ nen Eltern von ſeiner Derwundung Mitteilung machte, welche er ſeiner Krankenſchweſter in die Feder diktierte.
Unſer lieber Ernſt Bauſch gehört nicht mehr zu den irdi⸗ ſchen Unſrigen. Auf,Wunſch ſeiner Eltern wurde er am 11. Sep⸗ tember in den Rachmittagsſtunden auf deren heimatfriedhof in Langsdorf durch den Ortspfarrer, Conphil. Dr. heymann, be⸗ erdigt. Seine hetzergreifende Trauerrede gab uns noch einmal ein Zeugnis für ſeine pflichttreue, DVaterlandsliebe, ſchlichtes Weſen und chriſtliche Geſinnung. Er wird uns unvergeßlich bleiben, un⸗ ſer lieber Ernſt Bauſch, der als Erſter aus unſeren Reihen ſein Leben dem Vaterlande ſchenkte. M. Trechsler, Seldw.
Ein Gießener Depoſitionsſchein von 1773
Dank der Freundlichkeit unſeres Kph. Wilhelm Wahl in Lang⸗Göns, des rührigen Betreuers des Bernbeckſchen Samilien⸗ archivs, können wir heute eine Gießener Depoſitionsurkunde vom 90. 9. 1773 veröffentlichen. Obwohl dieſe Scheine häufig ausge⸗ ſtellt wurden, ſind ſie doch zu großen Seltenheiten geworden. Der letzte bekannte Marburger ſtammt von 1761, mithin iſt unſer Schein 12 Jahre jünger, was beweiſt, daß man in Gießen länger an dem alten Brauch feſthielt. Bisher kannte ich nur ein ein⸗ ziges Gießener Exemplar aus der Seit vor 1760, das mir 1935 beim Gießener Deutſchen Studentenhiſtorikertag ein auswärtiger Studentenhiſtoriker zeigte.
a) Lateiniſcher Text.
Depositor Publicus Academiae Hasso-Giesenae Jo. Antonius Moesel Lectori salutem precatur plurimam. Receptissima est, et a longa memoria probata consuetudo, Academicis coetibus initiari certis quibusdam ritibus, quos inter omnium primus, Depositio, quo inauguramento atque


