2. Wenn in Wald und Feld laut der Bracke bellt und das ſchlanke Reh verbluten muß; wenn die Haſelmaus in ihr Winterhaus ſchleppt die allerletzte Buchennuß:
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3. Dann ade, ihr Felder, Berge, Föhrenwälder, Pfarrer, Förſter, Schultheiß, Müller, Bäck! Pfarrer, Förſter, Schul⸗ theiß, Müller, Bäck! Hab' das Wandern ſatt, ziehe nach der Stadt wo der Roland ſteht am Rathhauseck. Blondes Gretelein, laß das Trauern ſein! Mit den Schwalben komm' ich wieder her, ſollt' ich ſterben eh'r, weine nicht ſo ſehr, weil es ſchad' um deine Aeglein wär, weil es ſchad' um deine Aeuglein wär.
X. Drunten im Unterland, da iſt's halt fein. Schlehen im Oberland, Trauben im Unterland; drunten im Unter— land möcht' i wohl ſein.
2. Drunten im Neckarthal, da iſt's halt gut. Iſt mer's da oben'rum manchmal au no ſo dumm, han i doch alleweil drunten guts Blut.
3. Kalt iſt's im Oberland, drunten iſt's warm; oben ſind d' Leut' ſo reich, d' Herzen ſind gar net weich, b'ſehnt mi net freundlich an, werdet net warm.
4. Aber da unten'rum, da ſind d' Leut' arm, aber ſo froh und frei und in der Liebe treu; drum ſind im Unter— land d' Herzen ſo warm.
Neueres Volkslied von Gottfr. Weigle.(Um 1836.)
XI.
Der Sang iſt verſchollen, der Wein iſt verraucht, ſtumm irr' ich und träumend umher. Es taumeln die Häuſer vom Sturme umhaucht, es taumeln die Wellen in's Meer, es taumeln die Häuſer, vom Sturme umhaucht, es taumeln die Wellen ins Meer.


