3. Wo ſind ſie, die vom breiten Stein nicht wankten und nicht wichen, die ohne Moos bei Scherz und Wein den herrn der Erde glichen? Sie zogen mit geſenktem Blick in das philiſterland zurück. O jerum uſw.
4. Da ſchreibt mit finſterm Amtsgeſicht der eine Relationen, der andre ſeufzt beim Unterricht, und der macht Rezenſionen, der ſchilt die ſünd'ge Seele aus, und der flickt ihr verfallnes haus. O jerum uſw.
5. Allein das rechte Burſchenherz kann nimmermehr er⸗ kalten; im Ernſte wird, wie hier im Scherz, der rechte Sinn ſtets walten; die alte Schale nur iſt fern, geblieben iſt uns doch der Rern,:, und den laßt feſt uns halten!:;
6. Drum Freunde, reichet euch die hand, damit es ſich erneue, der alten Freundſchaft heil ges Band, das alte Band der Treue. Klingt an und hebt die Gläſer hoch, die alten Burſchen leben noch,:,: noch lebt die alte Treue!:;
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1. Wohl ſah ich die Schlöſſer an Saale und Rhein, ge⸗ waltig im Wetter und Sonnenſchein, doch euch hab' ich nimmer vergeſſen, euch felſige hügel, euch höhen im Wald, euch ernſte Gemäuer ſo mooſig und alt, ihr Burgen im Lande zu heſſen, ihr Burgen im Lande zu heſſen.
2. Viel Ritter, die ſtiegen hinunter zum Rhein, tournierten und ſchnappten und zechten den Wein und führten gewaltige Fehden, und jeglicher raubte und raufte und trank, manch wackerer herre vom Röſſelein ſank,:,: die hallen der hel zu betreten.:;:
3. Auch Ritter und Rnappen aus heſſiſchem Land, ſie ſchwangen die humpen in kräftiger hand; wer mochte mit ihnen ſich meſſen? Blind hießen die helden im blutigen Streit, denn blindlings hieben im eiſernen Kleid:, die Rämpen im Lande zu heſſen. ,:
4. Die Burgen, ſie fielen, die Ritter, ſie ruhn von trutzigem Kämpfen, von rühmlichem Tun, die Fehden, ſie wurden ver⸗ geſſen. Die Bürger, ſie regten die redliche hand, und häuschen und Städtchen und Gäßchen entſtand:,: im lieblichen Lande zu heſſen.:,:
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