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leidet nicht nur sehr unter dem Einfluß der Witterung, sondern ist auch beengt und nur mangelhaft heizbar. Mehrere Jahre hin- durch haben wir ein recht schönes Seewasseraquarium dort unter- halten; die Kosten hierfür wurden aber so groß, daß diese für Unterricht und Forschung wertvolle Einrichtung, deren Ausbau Herr Kollege ANKEIL viel Liebe und Zeit geopfert hat, stillgelegt werden mußte. In den Institutsräumen selbst können wir nur kleinere Aquarien und Terrarien aufstellen. Dauernde Haltung von Säugern und Vögeln läßt sich aus leicht verständlichen Grün- den nur in Räumen durchführen, die solchen Zwecken allein dienen.
Sehr betrüblich ist auch, daß dem Institut eine Ausrüstung für Unterricht und Forschung in vergleichender Physiologie, die doch heute in unserem Fache eine sehr wesentliche Rolle spielt, ganz fehlt. Hierfür ist nicht nur der Raummangel verantwortlich zu machen, sondern auch der bescheidene Etat, der in den laufenden Kosten für Heizung, Beleuchtung, Laboratorium und Bibliothek aufgeht, so daß es bisher unmõglich war, aus ihm allmählich einen Grundstock für die vergleichende Physiologie zu schaffen.
Ich hoffe zuversichtlich, daß in absehbarer Zeit die genannten Mängel beseitigt werden: Der Neubau einer Anatomie ist bewilligt, und damit wird auch die Frage aufgeworfen, was mit dem Zoolo- gischen Institut geschieht. Die beste Lösung wäre ein Neubau; denn in einem alten Gebäude wird sich niemals ein allen An- sprüchen genügendes Institut herrichten lassen. Da aber bisher ein Käufer für das Gebäude Bahnhofstr. 84 sich nicht finden ließ, so muß die Zoologie wohl zunächst in diesem Hause bleiben. Würde nach dem Auszug des Anatomischen Institutes das Gebäude Bahnhofstr. 84 der Zoologie ganz zur Verfügung gestellt, so wäre wenigstens die Raumnot beseitigt und es könnten eine Verteilung von Unterricht und Forschung auf die beiden Stockwerke durch- geführt, die Sammlung richtig aufgestellt, die Bücherei geschlossen untergebracht, Räume für Versuchsanordnungen, insbesondere vergleichend physiologischer Art und für Tierhaltung eingerichtet werden. Freilich bleiben auch dann die schweren Mängel be- stehen, die von der Lage des Gebäudes herrühren und also nur durch einen Neubau des Zoologischen Institutes an anderer Stelle beseitigt werden können: nämlich vom Bahnkörper her wird das Haus mit Ruß überschüttet, der selbst durch die ge- schlossenen Doppelfenster eindringt, Instrumente und Sammlungs- gegenstände schädigt und mancherlei Untersuchungen erschwert,


