4. Und die auf ihren Schätzen brüten, wie lach ich die Phi⸗ liſter aus! Ich kann mein volles herz nicht hüten, und jedem offen ſteht mein haus: D'rinn kann ein Bettler Feſte geben, ihr lieben Sreunde ſchenket ein. l: Was braucht man mehr, um froh zu leben, als in den Schenken edlen Wein? J
5. Nur quälet eins mich:— Lieb' und Lieder, was wären beide ohne Wein? Und was denn wär' dies alles wieder, blieb unſer nicht der freie Rhein? Ob ihn die Feinde rings umgeben— auf, zieht die Schwerter, ſchlaget drein; l: denn ohne Wein kann ich ſchon leben, doch nie⸗ mals Deutſchland ohne Rhein! J Friedrich Hornſek.
64. Am Rhein. preislied von Kdolf Laue.
1. Wie glüht er im Glaſe! wie flammt er ſo hold! Geſchliffnem Copaſe vergleich ich ſein Gold! Und Düfte entſchweben ihm blumig und fein. Gott ſchütze die Reben am ſonnigen Rhein, Gott ſchütze die Reben am ſonnigen Rhein!
2. Durchbrauſt uns ſein Seuer, ſo ſchmilzt unſer Sinn für euch nur getreuer, ihr Mägdlein dahin. Wir ſchwärmen von Uoſen, von Minnen und Frei'n l: Gott ſchütze die Roſen am ſonnigen Rhein.—
3. Ob oft auch der Tropfen den Trinker bezwingt, Herzdrücken und ⸗klopfen die Schönheit uns bringt, wir wollen's vergeben, vergeſſen, verzeihn den Roſen und Reben am ſonnigen Rhein. preisgedicht von Frida Schanz.
65. Studentenzeit. Weiſe von Franz Ohlhanns. 1892.
1. Wir lugen hinaus in die ſonnige Welt allzeit mit lachenden Augen; des fahrenden Volkes durſtigem Schlag mag Frohes und Sreies nur taugen. Wir wandern und ſingen, und naht das Glück, ſo packen wir's hurtig beim Rragen, und trinken den Wein und küſſen die Maid und laſſen den Eulen das Klagen, und trinken den Wein und küſſen die Maid und laſſen den Eulen das Klagen.
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