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Darmstädter Liederbuch : herausgegeben anläßlich des 45-jährigen Stiftungsfestes, S.S. 27
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40, In jedem vollen Glaſe Wein. Weiſe von Otto Lob. 1896.

1. In jedem vollen Glaſe Wein, ſeh unten auf dem Grund, ich deine hellen Heugelein, ich deine hellen Keugelein und deinen ſüßen Mund, und deinen ſüßen Mund.

2. Da trink ich ſchnell und warte nicht und küſſe dich im Wein, ſ: aufs neu zu ſchaun dein Angeſicht, Jl ſchenk ſchnell ich wieder ein!]

3. So füll und leer mein Gläschen ich und trinke immerzu. Rennt man mich nächſtens liederlich, die Schuld, mein Schatz, haſt du! Rudolf Hermanns.

41. Kein Tröpflein mehr im Becher.

Singweiſe: Rein beſſer Leben iſt uſw.

1. Rein Tröpflein mehr im Becher, kein Geld im Säckel mehr, da wird mir armen Zecher das herze gar ſo ſchwer. Das Wandern macht mir Pein, weiß nicht, wo aus, noch ein; ins Kloſter möcht' ich gehen, da liegt ein kühler Wein, l: valleri, vallera, vallerallala.:]

2. Ich zieh' auf dürrem Wege, mein Rock iſt arg beſtaubt, weiß nicht, wohin ich lege in dieſer Nacht mein haupt. Mein' herberg' iſt die Welt, mein Dach das himmelszelt; das Bett, darauf ich ſchlafe, das iſt das breite Feld.

3. Ich geh' auf flinken Sohlen, doch ſchneller reit't das Glück; ich mag es nicht einholen, es läßt mich arg zurück. Romm' ich an einen Ort, ſo war es eben dort, da kommt der Wind geflogen, der pfeift mich aus ſofort.

3. Ich wollt', ich läg zur Stunde am heidelberger Saß, den offnen Mund am Spunde, und träumt', ich weiß nicht was. Und wollt' ein Dirnlein fein mir gar die Schenkin ſein: mir wär's, als ſchwämmen Roſen wohl auf dem klaren Wein.

5. Hch, wer den Weg doch wüßte in das Schlaraffenland! Mich dünket wohl, ich müßte dort finden Ehr' und Stand. Mein Mut iſt gar ſo ſchlecht, daß ich ihn tauſchen möcht'; und ſo's Dukaten ſchneite, das wär' mir eben recht!

E. Geibel.

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