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Darmstädter Liederbuch : herausgegeben anläßlich des 45-jährigen Stiftungsfestes, S.S. 27
Entstehung
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6. Kch, wenn die lieben Eltern wüßten der herren Söhne große Not, wie ſie ſo flott verkeilen müßten, ſie weinten ſich die Keuglein rot. Indeſſen tun die herren Söhne ſich dann und wann gar trefflich bene.

7. Und hat der Burſch nun ausſtudieret, ſo reiſet er in Patriam, mit ſeinem hefte ausſtaffieret, und heißt ein grundgelehrter Mann. Studenten ſind uſw.

8. Und fällt der Burſche durchs Examen, ſo ſchert er ſich den Teufel drum; er reiſet doch in Gottes Namen keck in der ganzen Welt herum. Studenten ſind uſw.

9. Soll ich für Ehr' und Freiheit fechten, fürs Burſchen⸗ wohl den Schläger ziehn, gleich blinkt der Stahl in meiner Rechten, ein Freund wird mir zur Seite ſtehn. Studenten ſind uſw.

19. Sing', bet' und geh' auf rechten Wegen, und tu das Deine nur getreu; kommt Dir ein ſchönes Kind entgegen, laß es nicht ungeküßt vorbei! Studenten ſind uſw.

35. Rote Pippen und goldener Wein.

Eigene Weiſe.

1. Im Arm ein friſches roſ'ges Kind, den Becher an dem Munde, ſo teink geſchwind, ſo ſchlürf geſchwind den Wonnekelch der Stunde! 3u bald vergeht der Sonnenſchein, zu bald die Locken greiſen. Rote Lippen und goldenen Wein wollen wir rühmen und preiſen! Rote Lippen und goldener Wein ſollen immer geprieſen ſein! Goldener Wein und roter Mund machen ein krankes Herz geſund!

2. Noch ſind wir jung, die Freude ſoll uns nicht umſonſt begrüßen. Die Gläſer voll, die Becher voll! Schenk ein den Wein, den ſüßen! Du ſchönes Kind, ſchenk ein, ſchenk ein und ſing uns luſt'ge Weiſen! Rote Lippen und goldnen Wein wollen wir rühmen und preiſen! Rote Lippen und goldner Wein ſollen immer geprieſen ſein! Goldner Wein und roter Mund machen ein krankes herz geſund!

Emil Rittershaus.

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