3. Doch, ach, eine jede wollt haben, daß ich ihr alleiniger ſei; ein Drittel vom ganzen Unaben, das wär nichts für drei drei. Ti⸗rallala— uſw.
4. Du Schwarze, du Blonde, du Braune, vergib und vergiß und verzeih; wollt keiner verderben die Laune, drum küßt ich ſie alle drei. Ti⸗rallala— uſw.
33. Aura academica. Weiſe von Otto Lob. 1892.
1. Freunde, trinkt in vollen Zügen muſenſtädtſchen Gerſtenſaft, allen Ganzen zu genügen, wächſt uns wieder Rieſenkraft. Nimmer weichen wir im Streite, ſtehet uns als Helfer da leicht beſchwinkte, kampfbereite Aura academica, leicht beſchwinkte kampfbereite Aura academica.
2. ll zerſtreut in deutſchen Landen waren wir zur Ferienzeit, jener ſtak in Bücherbanden, dieſer trat die Straßen breit. Laufkur, Luftkur, Bäder, Wäſſer, Sommer⸗ ſpritzen fern und nah l: ſtärkten wohl, doch ſtärket beſſer Aura academica.:]
3. Aura iſt kein Moſchusdüftchen, wie's der Schwung im Sacktuch trägt; iſt kein ſäuſelnd Zephyrlüftchen, daß ſich koſend um dich legt. Aura iſt ein Wirbelweſen, frohſten Treibens anima, drin ſich Geiſt und Jugend drehen, Aura academica.
4. Luft und Licht, des Lebens Sonnen, wirft ſie keck durchs Drahtgeſtell auf den ſchwarzen Weisheitsbronnen, jüngſt am Brett den Wiſſensquell. Strömt der Boden Zauber⸗ ſäfte ſtehen Geiſter helfend da? Eine nur leiht Wunder— kräfte: Aura academica.
5. Der Philiſter läßt ſich tragen in der Muſenſtadt Bereich, und ein Zauber ſonder Sagen ſtrahlt von Mädchen liebebleich. Küßteſt du der Jungfrau Wangen, daß ein Wandel hier geſchah, daß ſie liebeglühend prangen, Aura academica.
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