Druckschrift 
Der Giessener Wingolf : Kommers-Lieder zur Feier des 60. Stiftungs-Festes, 22.-24. Juli 1912
Entstehung
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5. Wer's nicht fühlet, ſelbſt nicht zielet ſtets nach deutſcher Männer Wert, ſoll nicht unſern Bund entehren, nicht bei dieſem Schläger ſchwören, nicht ent-, nicht entweihn das deutſche Schwert.

6. Lied der Lieder, hall es wieder: groß und deutſch ſei unſer Mut! Seht hier den geweihten Degen!(ie Präſides heben und ſenken die Schläger.) Tut, wie brave Burſchen pflegen, und durchbohrt, durchbohrt den freien Hut!

7.(präſides): Nimm den Becher, wackrer Zecher, vater⸗ länd'ſchen Trankes voll!

(Alle wiederholen): Nimm den Becher ꝛc.

präſides): Nimm den Schläger in die Linke, bohr ihn durch den hut und trinke auf des, auf des Vaterlandes Wohl!

(Alle wiederholen): Nimm den Schläger ꝛc.

8.(Einzelne): Seht ihn blinken in der Linken, dieſen Schläger, nie entweiht!

(Alle): Wir ſehen ihn blinken ꝛc.

(Einzelne): Ich durchbohr' den Hut und ſchwöre: Halten will ich ſtets auf Ehre, ſtets ein, ſtets ein braver Burſche ſein.

(Alle): Du durchbohrſt ꝛc.

Zweite Weiſe.

9. Komm, du blanker Weihedegen, freier Männer freie Wehr! Bringt ihn feſtlich mir entgegen, von durchbohrten hüten ſchwer. Laßt') uns feſtlich ihn entlaſten, jeder Scheitel ſei bedeckt! Und dann laßt ihn unbefleckt bis zur nächſten Feier raſten!

10. Auf, ihr Feſtgenoſſen, achtet unſre Sitte heilig, ſchön! Ganz mit Herz und Seele trachtet ſtets als Männer zu beſtehn.

Froh zum Feſt, ihr trauten Brüder, jeder ſei der Väter wert! Keiner taſte je ans Schwert, der nicht edel ſei und bieder.

*) Hier wechſeln die Präſides die Schläger.

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