2. Und wenn am Strahl der Sonne ſein Banner ſich ent⸗ rollt, ſo grüßen wir mit Wonne ſein Schwarz und Weiß und Gold. Denn nur auf ernſtem Grunde kann hell die Reinheit blühn und nur mit ihr im Bunde die Freude golden glühn.
3. O Haus ſo lieb und teuer, wo Hand in Hand ſich ſchlingt, wo friſch das heil'ge Feuer von Herz zu Herzen dringt, wo ſtets noch ſonder Reue die Luſt in Jubel flog, du Haus der Brudertreue, o Wingolf lebe hoch.
4. Wer trat in deinen Frieden und fand nicht Lieb und Glückd Wer iſt hinausgeſchieden und ſehnt ſich nicht zurück? So kommt von Süd und Norden, kommt her von Oſt und Weſt! Heut iſt's gegründet worden, heut feiern wir ſein Feſt.
5. Meu ſei das Wort beteuert, dem dieſer Bau entſtammt; hell ſei die Glut erneuert, die uns in ihm entflammt! Und ſind wir längſt gegangen vielleicht zur Gruft hinein, mögſt du noch blühend prangen, o Wingolf hehr und rein!
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1. Stoßt an: Gießen ſoll leben! hurra hoch! Die Philiſter ſind uns gewogen meiſt, ſie ahnen im Burſchen, was Freiheit heißt. Frei, frei, frei iſt der Burſch!
2. Stoßt an: Vaterland lebe! Hurra hoch! Seid der Väter heiligem Brauche treu, doch denkt der Nachwelt auch dabei. Frei, frei, frei iſt der Burſch!
3. Stoßt an: Landesfürſt lebe! Hurra hoch! Er verſprach zu ſchützen das heilige Recht, drum wollen wir ihn auch lieben recht. Frei, frei, frei iſt der Burſch!
4. Stoßt an: Frauenlieb' lebe! Hurra hoch! Wer des Weibes weiblichen Sinn nicht ehrt, der hält auch Freiheit und Freund nicht wert. Frei, frei, frei iſt der Burſch!
5. Stoßt an: Männerkraft lebe! Hurra hoch! Wer nicht ſingen, trinken und lieben kann, den ſieht der Burſch voll Mitleid an. Frei, frei, frei iſt der Burſch!
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