EAEl
Jnoffizieller Teil.
I.
1. Wohl ſah ich die Schlöſſer an Saale und Rhein, gewaltig in Wetter und Sonnenſchein, doch euch hab ich nimmer vergeſſen, euch felſige hügel, euch höhen im Wald, euch alte Gemäuer, ſo mooſig und alt,:,: ihr Burgen im Lande zu heſſen.:⸗:
2. Viel Ritter, die ſtiegen hinunter zum Rhein, tournierten und ſchnappten und zechten den Wein und führten gewaltige Fehden, und jeglicher raubte und raufte und trank, manch' wackerer Herre vom Böſſelein ſank, die Hallen der Hel zu betreten.
3. Auch Ritter und Knappen aus heſſiſchem Land, ſie ſchwangen die humpen in kräftiger Hand; wer mochte mit ihnen ſich meſſen? Blind hießen die Helden im blutigen Streit, denn blindlings hieben im eiſernen Kleid die Kempen im Lande zu heſſen.
4. Die Burgen, ſie fielen, die Ritter, ſie ruhn von trutzigem Kämpfen, von rühmlichem Tun, die Fehden, ſie wurden vergeſſen. Die Bürger, ſie regten die redliche Hand, und Häuschen und Städtchen und Gäßchen erſtand im lieblichen Lande zu Heſſen.
5. Und die für den Glauben, den reinen, gekämpft, im Streiten und Leiden die Lüge gedämpft, wer möchte die Männer vergeſſen? Großmütig und weiſe, beſtändig gerecht, ſo heißen, ſo hüten das heilige Recht die Herrſcher im Lande zu Heſſen.
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