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1. Und hörſt du das mächtige Klingen von der Oſtſee bis über den Rhein, das Lied mit den ſauſenden Schwingen d Tief dringt es durch Mark und durch Bein, tief dringt es durch Mark und durch Bein. Was brauchen wir weiter zu fragen! Die klopfenden Pulſe, ſie ſagen: Es iſt das Lied vom deutſchen Vaterland, vom deutſchen Vaterland, es iſt das Lied vom deutſchen Vaterland!
2. Ob Meer auch und alpige Halden vielmarkig zerteilen die Flur, ihr Banner viel Fürſten entfalten, ein Deutſchland an Herzen iſt's nur, ein Deutſchland an herzen iſt's nur! Wohin ſich der Sinn uns auch wende, Millionen, ſie ſchlingen die hände zum großen Bund, dem ein'’gen Vaterland, dem ein'gen Vaterland, zum großen Bund, dem ein'gen Vaterland.
3. Von Saaten die Täler ſich regen, von Reben die Berg⸗ wand erglüht. Sin Gut iſt's das alle wir pflegen, das ewig dem Geiſte erblüht: die Freiheit in ſonniger Weihe! Kein Deutſchland, es ſei denn das freie! Hoch, hoch das freie deutſche Vaterland, das deutſche Vaterland, hoch, hoch das freie deutſche Vaterland.
4. Mur vorwärts, nur vorwärts, ihr Brüder! Dem Kampf wird die Palme doch ſein; in die Werkſtatt des Geiſtes hernieder entſenkt ſich vom himmel der Schein, entſenkt ſich vom Himmel der Schein. Ha, wie ſich der Lichtſtrom verbreitet, und die Glocke der Zukunft, ſie läutet zum Frühlingsfeſt des künft'gen Vaterlands, des künft'gen Vaterlands, zum Frühlingsfeſt des künft'gen Vaterlands!
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1. Wo Mut und Kraft in deutſcher Seele flammen, fehlt nie das blanke Schwert beim Becherklang. Wir ſtehen feſt und halten treu zuſammen und rufens laut im feurigen Geſang: Ob Fels und Eiche ſplittern, wir werden nicht erzittern! Den Jüng⸗ ling reißt es fort mit Sturmeswehn, fürs Vaterland in Kampf und Tod zu gehn.


