MNeubau und Erweiterung des Phuſikaliſchen Inſtituts.
Anſchließend an das beſtehende Phyſikaliſche Inſtitut in der Goetheſtraße ſoll, verbunden mit dem Flügelbau in der Stephanſtraße, ein Erweiterungs⸗ bau angefügt werden. Nach Errichtung des Baues wird es möglich ſein, die Trennung des Inſtituts in Lehre und Forſchung klarer durchzuführen. Der moderne, beim Vierjahresplan und beſonders in der Induſtrie heute aktiv mitaufbauende Phyſiker braucht eine Lern⸗ und Erziehungsſtätte, die der Bedeutung ſeines ihm vom Volke gegebenen Auftrags entſpricht. Es fällt auch der Hochſchule Gießen die hervorragende Aufgabe zu, den Nachwuchs an Phyſikern heranzubilden; es wird möglich ſein, modernſte phyſikaliſche Auf⸗ gaben zu behandeln und zu löſen. Der Neubau wird alle zur Erledigung des großen Auftrages erforderlichen Räume für Lehre und Forſchung ent— halten, ſo u. a. die die äußere Geſtaltung des Neubaues beſtimmenden gro⸗ ßen Räume, den Hörſaal, die Verwaltungsräume, eine große moderne Werk⸗ ſtatt, ein Luftſchutzkeller uſw. Es iſt auch hier der Landesregierung be⸗ ſonders zu danken, daß ſie in der Erkenntnis der Bedeutung dieſer der Univerſität geſtellten großen Aufgaben die erforderlichen Mittel erwirkt hat, den Bau ausführen zu können.
MNeubau der landwirtſchaftlichen Inſtitute.
Entſprechend der Bedeutung der wiſſenſchaftlichen Forſchung auf land⸗ wirtſchaftlichem Gebiete iſt die Zuſammenfaſſung der in der Stadt zum Teil unwürdig und unzulänglich untergebrachten Einzelinſtitute in einem gemein⸗ ſamen Gebäude längſt berechtigte Forderung geworden. Bei einzelnen Inſti⸗ tuten ſind die erforderlichen Lehr- und Forſchungsräume nicht ausreichend vorhanden. Seit geraumer Zeit ſchon wird für eine ordnungsmäßige Unter⸗ kunft der Inſtitute gekämpft. Auf dem Baugelände verlängerte Schubertſtraße gegenüber der Gaffkyſtraße, unmittelbar unter dem neuen Militärlazarett, ſollen die nachfolgenden Inſtitute untergebracht werden: Inſtitut für Pflan⸗ zenbau, für Tierzucht und Milchwirtſchaft, für Agrikulturchemie, für Agrar⸗ politik und Betriebslehre, für Landmaſchinenkunde und die Allgemeine Ver⸗ waltung. Ausreichende Lehr⸗ und Forſchungsräume und auch Räume für Verwaltung ſind vorgeſehen, ebenſo Verſuchshäuſer, Stallbauten und das zugehörige Verſuchsgelände. Dem Hauptgebäude vorgelagert ſind— zu bei⸗ den Seiten des Haupteingangs angeordnet auf der einen Seite die Ga⸗ ragen für Perſonen⸗ und Laſtkraftwagen, Fuhrwerk⸗ und Fahradunterſtell⸗
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