Mechaniſchen Inſtitutes, das abgebrochen wird. Der Neubau ſteht mit dem Hauptgebäude und dem Iſolierhaus(Voit) in Verbindung.
Es ſind untergebracht im Kellergeſchoß die neuzeitliche Bade- und Gym⸗ naſtikanlage und die Phyſikaliſch⸗Hydrotherapeutiſche Abteilung, im Erdge⸗ ſchoß die neue Röntgen⸗Abteilung und Krankenzimmer, im erſten Obergeſchoß weitere Krankenzimmer und Laboratorien für kliniſche und wiſſenſchaftliche Arbeiten, im oberſten Geſchoß Wohnräume für Arzte und Schweſtern uſw. Der auf dem Modell ſichtbare runde Vorbau enthält die Räume der Röntgen⸗ Therapie. Wie alle übrigen Neubauten wird der Erweiterungsbau als Putz⸗ bau mit Schieferdach ausgeführt und in einen Garten hineingeſtellt.
Der erſte Bauabſchnitt iſt im Rohbau fertiggeſtellt.
Neubau des Anatomiſchen Inſtituts.
Jedem, der nach Gießen kommt vom Bahnhof her, fällt das Gebäude der Anatomie in der Bahnhofſtraße auf. Wenn auch von äußerlich guter Haltung— es iſt ſchon nahezu hundert Jahre alt—, iſt es doch in ſeinem inneren räumlichen Aufbau und hinſichtlich ſeiner Einrichtungen längſt nicht mehr den Forderungen, die an ein neuzeitliches anatomiſches Inſtitut geſtellt werden, gewachſen. Der Neubau wird bei den Kliniken auf dem Selters⸗ berg, an der Ecke Uhlandſtraße und Wartweg dem Charakter des Inſtituts entſprechend als rein ſymmetriſche Anlage ausgeführt. Man bevorzugte, wie die Geſchichte des Anatomiebaues zeigt, bis vor kurzem nur dieſe Form⸗ gebung, die in ihrer monumentalen Haltung der Würde der Arbeit in dieſem Hauſe entſpricht. Das neue Inſtitut gliedert ſich in ein Unterrichts⸗ und Lehrinſtitut und in ein Forſchungsinſtitut, die nebeneinander liegen und ge⸗ trennte Eingänge haben. Der Grundriß zeigt eine Straßenfront nach der Uhlandſtraße mit kleinem Schmuckhof, in deſſen Achſe die Treppenhalle liegt, und eine Gartenſeite mit dem großen Hörſaal in der Mitte, von dem aus man, wie auch vom Sockelgeſchoß aus, unmittelbar in den Garten gelangen kann. Auf die Anlage eines entſprechenden Gartens mit Wandelgang zur Erholung während der Arbeitspauſen wurde beſonderer Wert gelegt. Die Symmetrie der Gartenanlage betonen die beiden für den Präparator und den Hausmeiſter beſtimmten Wohnhäuschen. Die geſamte Anlage wird mit einem Gürtel von Bäumen und Gebüſch eingefaßt.


