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Ausstellung landschaftsgebundene Wissenschaft : zur Eröffnung der Akademie des NSD-Dozentenbundes der Universität Gießen / Ausstellungsleitung: Dozent Dr. K. Heidt, Botanisches Institut
Entstehung
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Eberſtadt) ſind in Druck, ſechzehn in Vorbereitung, darunter Büdingen, Lorſch, Offenbach und Wimpfen. Der raſche Fortgang der Flurbereinigung macht dieſe geſchichtlichen und ſprachlichen Beſtandsaufnahmen zur Pflicht. Stets wird ein mit der Gemarkung eng verwachſener Forſcher mit der Darſtellung betraut, jede Ortsprobe wird vorgenommen. Auf gewiſſenhafte Ausſchöpfung der oft ſehr umfangreichen und weit zurückgreifenden Quellen wird Wert gelegt. Jedem Heft iſt eine Karte der Gemarkung beigegeben.

II. Die Gießener Beiträge zur deutſchen Philologie, begründet 1021, waren unter der Leitung von Otto Behaghel eine germaniſtiſche Zeitſchrift, die zufällig in Gießen erſchien. Seit meiner Berufung 1925 habe ich die innere Beziehung zum heſſiſchen Raum hergeſtellt, zuerſt mit Heinrich Schudts Wortbildung der Mundart von Wetterfeld(Heft 20). Seither hat die bis Heft 76 veröffentlichte Reihe ſtets von neuem Arbeiten zur heſſiſchen Volksſprache und Volkskunde ſowie zur Namenkunde der Heimat gebracht. Kinderſpiel, Tanz, Volkslied und Sage ſind zu ihrem Recht gekommen. Immer häufiger werden Arbeiten in die Reihe aufgenommen, die über den Rahmen der Doktorſchrift hinausgreifen, wie zuletzt Moritz HanſultsVogels⸗ berg und Wetterau in alten und neuen Zeugniſſen für Sinn und Art ihrer Bauern. In ſolchem Sinn wird die Reihe Schritt für Schritt planmäßig ausgebaut.

III. Das Südheſſiſche Wörterbuch ſtellt die Volksſprache der ehemaligen Provinzen Rheinheſſen und Starkenburg dar. Es iſt 1923 als Unternehmen der Heſſiſchen hiſtoriſchen Kommiſſion begründet, ſeine Kanzlei arbeitet in unſerm Deutſchen Seminar. Durch Fragebogen iſt der mundartliche Wort⸗ ſchatz aller Lebensgebiete aufgenommen. Neben zahlreichen Karten birgt die Kanzlei mehr als 950 000 Zettel, die zum größten Teil wiſſenſchaftlich be⸗ arbeitet und geordnet ſind. Mit unſern treuen Sammlern im Lande drau⸗ ßen, unter denen Heſſens Lehrerſchaft an erſter Stelle zu nennen iſt, ſtehen wir in täglicher Fühlung. Alljährlich geht eine gedruckte Dankesgabe an alle Sammler, die einen Teil der erarbeiteten Ergebniſſe im Ausſchnitt zeigt.

IV. Die Nachrichten der Gießener Hochſchulgeſellſchaft erſcheinen ſeit 1918. Gegenwärtig wird Band 1s vorbereitet, der den Mitgliedern als Jahresgabe für 1941 zugehen ſoll. Außer den Berichten der Geſellſchaft bringt jeder Band eine Reihe wiſſenſchaftlicher Aufſätze, deren jeder in irgend⸗ welcher Beziehung zur Univerſität Gießen ſteht und die in ihrer Geſamtheit das Leben der Hochſchule in Vergangenheit und Gegenwart allſeitig beleuchten.

Heſſiſche Vereinigung für Volkskunde. Prof. Dr. H. Hepding. Die Heſſiſche Vereinigung für Volkskunde iſt aus der 1897 gegründeten Volkskundlichen Sektion des Oberheſſiſchen Geſchichtsvereins hervorgegangen.

1901 wurde ſie als ſelbſtändige Vereinigung von Albrecht Dieterich, Adolf Strack, Kurt Helm, Paul Drews, Hermann Haupt, Georg Koch u. a. ins

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