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Ausstellung landschaftsgebundene Wissenschaft : zur Eröffnung der Akademie des NSD-Dozentenbundes der Universität Gießen / Ausstellungsleitung: Dozent Dr. K. Heidt, Botanisches Institut
Entstehung
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Bodenertragsforſchung in Heſſen.

Prof. Dr. P. Köttgen.

Nach einer im Inſtitut für Bodenkunde der Univerſität Gießen ausge⸗ arbeiteten Methode. Es kommen zur Darſtellung: 1. Nährſtoffkurven a) nährſtoffarmer Böden, b) nährſtoffreicher Böden. 2. Die Apparaturen nebſt Erläuterungen der in Gießen benutzten Ge⸗ räte. a) Elektro⸗Ultra⸗Filtrationsgerät, b) Kolorimeter nach Lange zur Beſtimmung des Gehalts an Phos⸗ phorſäure, c) Spektrographiſche Einrichtung(Verbeſſerte Lundegardh⸗Methode) zur Beſtimmung von Kalk, Kali, Magneſium uſw., ſowie von Spurenelementen.

Geologiſche Forſchungen in Heſſen.

Prof. Dr. K. Hummel, z. Zt. Wehrmacht 7 2 J. A.: Prof. Dr. W. Klüpfel

Die Forſchungsaufgaben, welche dem Geologiſchen und Paläontologiſchen Inſtitut der Univerſität Gießen zufallen, werden durch die natürlichen Ge⸗ gebenheiten der Heſſiſchen Landſchaft beſtimmt. Drei Einheiten beherrſchen hier das Feld: Das Rheiniſche Schiefergebirge, mit ſeiner gefalteten und geſchuppten Ablagerungsfolge, die Heſſiſche Senke, erfüllt von den wechſeln⸗ den Anſchwemmungen der Tertiärformation und die vulkaniſchen Bildungen, welche neben dem Weſterwald, Siebengebirge, dem Niederheſſiſchen Bergland und der Rhön im Vogelsberg, als dem größten Vulkangebiet des europäiſchen Feſtlandes ihre größte Geſchloſſenheit und Entfaltung erreichen. Dement⸗ ſprechend gliedert ſich der Aufgabenkreis der geologiſchen Landeserforſchung nach folgenden Geſichtspunkten:

1. Ermittlung der Schichtenfolge in den einzelnen Teilen des Landes und die ſinngemäße Verbindung der Glieder miteinander. Die verſteinerten Reſte der einzelnen Ablagerungen(Stratigraphie und Paläontologie).

2. Studium des Gebirgsbaues und des Bewegungsmechanismus(Tek⸗ tonik).

2. Rekonſtruktion der geſchichtlichen Entwicklung, der jeweiligen Ver⸗ teilung von Waſſer und Land, der ehemaligen Flußläufe(Paläogeographie) und als Endglied der Entwicklung unſere heutige Landſchaft(Morphologie).

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