Heſſiſche Gallenflora. Die ausgeſtellten Photos ſind Bildproben aus einem in Vorbereitung indlichen neuen Gallenwerk des Inſtitutsleiters. Beiträge zur Kenntnis
bef er heſſiſchen Gallen lieferten Maresquelle und Heidt(vgl. die ausgeſtellten Sonderdrucke).
Heſſiſche Heilpflanzen.- Pflanzengeographiſche Erforſchung des heſſiſchen Raumes.
Dozent Dr. K. Heidt.
Seit einer Reihe von Jahren werden Unterſuchungen über Kenntnis und Anwendung einheimiſcher Heilpflanzen bei der heſſiſchen Landbevölkerung durchgeführt. In Form von Erhebungen ſoll zunächſt feſtgeſtellt werden, welche einheimiſchen Heilpflanzen bei unſerer Landbevölkerung bekannt ſind, wie ſie geſammelt, behandelt und angewandt werden. Weiterhin ſoll geprüft werden, inwieweit die durch viele Jahrzehnte von Generation zu Generation weitergegebene Erfahrung mit den Ergebniſſen erakter wiſſenſchaftlicher For⸗ ſchung übereinſtimmt und in wiefern durch falſche Behandlung oder Anwen⸗ dung der Wert der Heilpflanzen hinfällig wird oder wo noch abergläubige oder ſonſtwie ungerechtfertigte Vorſtellungen beſtehen. Im Sommer 1939
konnte mittels Stipendium des Lauterbacher Muſeums und durch Mitarbeit der Lehrerſchaft der Kreis Lauterbach vollſtändig erfaßt werden(vgl. die ausgelegten Schriften). Durch Unterſtützung des Reichsforſchungsrates und der Heſſiſchen Landesregierung wurden im Jahre 1940 durch die Mitarbeit der Lehrerſchaft und zahlreicher weiterer Hilfskräfte die Arbeiten auf das geſamte Gebiet des Gaues Heſſen-Naſſau ausgedehnt, ſo daß nunmehr jedes Dorf in die Erhebung einbezogen iſt. Sonderbare Heilmethoden zur Be— kämpfung der häufigſten Tierkrankheiten gaben Anlaß zur Anbahnung einer Gemeinſchaftsarbeit mit Prof. Dr. Beller, dem Direktor des Tierſeuchen⸗ Inſtitutes. In der Ausſtellung geben zwei Tabellen Aufſchluß über 70 von insgeſamt 166 in den oberheſſiſchen Landbezirken Alsfeld, Büdingen, Fried⸗ berg, Gießen und Lauterbach bekannten einheimiſchen Heilpflanzen und die Häufigkeit ihrer Verwendung. Daneben berichtet ein Plan über die nach Anwendungsgebieten geordnete Anlage eines Heil⸗- und Giftpflanzengartens der Gauſchule Wetterau der NSOAP., in dem die Ergebniſſe der Heil⸗ pflanzen⸗Unterſuchungen derart verwertet werden, daß die Beſucher der Gau⸗ ſchule und andere Beſucher des Gartens mit der Kenntnis der einheimiſchen Heil- und Giftpflanzen vertraut gemacht und auf die richtige Sammlung, Behandlung und Anwendung des Sammelgutes hingewieſen werden. Pflanzengeographiſche Erforſchung des he ſiſchen Raumes.
Im Rahmen des Amtes Wiſſenſchaft des NSD.⸗Dozentenbundes wurde eine„Pflanzengeographiſche Arbeitsgemeinſchaft ins Leben gerufen, mit dem Ziele der pflanzengeographiſchen Erforſchung des heſſiſchen Raumes. Die Arbeitsgemeinſchaft ſoll neben anderen Aufgaben zunächſt an Hand von Kartierungen feſtſtellen, welche Veränderungen des pflanzengeographiſchen
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