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Philister-Lieder der Adelphia : zum 20jährigen Stiftungsfest / gewidmet von Otto Roth
Entstehung
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3. Tauſcht der Burſch ſein Ränzel ein gegen einen Krug voll Wein, thät zum Gehen ſich wenden. Spricht die Wirthin: Junges Blut, haſt ja Mantel, Stab und Hut;: trink und laſſ' dich pfänden!:

4. Da vertrank der Wanderknab' Mantel, Hut und Wander⸗ ſtab, ſprach betrübt:Ich ſcheide. Sahre wohl, du kühler Trank, Lindenwirthin jung und ſchlank,: ſchönſte Augen⸗ weide!:

5. Spricht zu ihm das ſchöne Weib:Haſt ja noch ein Herz im Leib, laſſt es mir zum Pfande! Was geſchah, ich thus euch kund: Auf der Wirthin rothem Nund: heiß ein anderer brannte.:

6. Der dies neue Lied erdacht, ſang's in einer Sommer⸗ nacht luſtig in die Winde. Vor ihm ſtund ein volles Glas, neben ihm Srau Wirthin ſaß: unter der blühenden Linde.:

Rudolf Baumbach. ð

23.

(I) Lebenslauf iſt Cieb und Luſt und lauter Ciederklang; ein frohes Lied aus heitrer Bruſt macht froh den Lebensgang. Man geht bergaus, man geht bergein, heut' grad und morgen krumm; durch Sorgen wird's nicht anders ſein: was kümm' ich mich darum! Heida! juchhe! drum kümmr' ich mich nichts drum! drum! drum!

2. Das Leben wird, der Traube gleich, gekeltert und ge⸗ preßt; ſo giebt es Moſt, wird freudenreich, und feiert manches Seſt. Drum zag' ich nicht, engt mir die Bruſt des Schickſals Unmuth ein: bald brauſf' ich auf in Lieb' und Luſt und werde reiner Wein!(Chor.) Heida, ꝛc.

3. Die Seit iſt ſchlecht, mit Sorgen trägt ſich ſchon das junge Blut; doch wo ein Herz voll Sreude ſchlägt, da iſt die Seit noch gut. Herein, herein, du lieber Gaſt, du, Sreude,

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