3. Tauſcht der Burſch ſein Ränzel ein gegen einen Krug voll Wein, thät zum Gehen ſich wenden. Spricht die Wirthin: „Junges Blut, haſt ja Mantel, Stab und Hut;: trink und laſſ' dich pfänden!“:
4. Da vertrank der Wanderknab'’ Mantel, Hut und Wander⸗ ſtab, ſprach betrübt:„Ich ſcheide. Sahre wohl, du kühler Trank, Lindenwirthin jung und ſchlank,: ſchönſte Augen⸗ weide!“:
5. Spricht zu ihm das ſchöne Weib:„Haſt ja noch ein Herz im Leib, laſſt es mir zum Pfande!“ Was geſchah, ich thu’s euch kund: Auf der Wirthin rothem Nund: heiß ein anderer brannte.:
6. Der dies neue Lied erdacht, ſang's in einer Sommer⸗ nacht luſtig in die Winde. Vor ihm ſtund ein volles Glas, neben ihm Srau Wirthin ſaß: unter der blühenden Linde.:
Rudolf Baumbach. ð
23.
(I) Lebenslauf iſt Cieb und Luſt und lauter Ciederklang; ein frohes Lied aus heitrer Bruſt macht froh den Lebensgang. Man geht bergaus, man geht bergein, heut'’ grad und morgen krumm; durch Sorgen wird's nicht anders ſein: was kümm'’ ich mich darum! Heida! juchhe! drum kümmr' ich mich nichts drum! drum! drum!
2. Das Leben wird, der Traube gleich, gekeltert und ge⸗ preßt; ſo giebt es Moſt, wird freudenreich, und feiert manches Seſt. Drum zag' ich nicht, engt mir die Bruſt des Schickſals Unmuth ein: bald brauſf' ich auf in Lieb' und Luſt und werde reiner Wein!(Chor.) Heida, ꝛc.
3. Die Seit iſt ſchlecht, mit Sorgen trägt ſich ſchon das junge Blut; doch wo ein Herz voll Sreude ſchlägt, da iſt die Seit noch gut. Herein, herein, du lieber Gaſt, du, Sreude,
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