Druckschrift 
Philister-Lieder der Adelphia : zum 20jährigen Stiftungsfest / gewidmet von Otto Roth
Entstehung
Einzelbild herunterladen

emol, emol an deiem verriſſene Kamiſol, du ſchlechter Kerl, du ſchlechter Kerl.

2. An eine Jungfrau Chattenſtamms hat er ſein Herz vertandelt und war ihr oft im Lederwamms als Kaufmann zugewandelt. Jetzt kam die Rache, eins, zwei, drei! jetzt war der Damm erklettert, jetzt kam's wie wilder Katzen Schrei und Keulenſchlag geſchmettert:Ha, hamm', hammer ac.

3. Er zog ſein Schwert, er blies ſein Horn, focht als ge⸗ ſchulter Krieger, fruchtlos war Muth und Römerzorn, die Wilden blieben Sieger. Sie banden ihn und trugen ihn wie einen Sack von dannen; als die Cohort' am Platz erſchien, ſcholl's fern ſchon durch die Tannen:Ha, hamm', hammer dc.

4. Verſammelt war im heil'gen Hain der Chatten Lands⸗ gemeinde, ihr Odinsjulfeſt einzuweihen mit Gpferblut vom Seinde. Der fühlt ſich ſchon als Bratenſchmor in der Barbaren Sähnen, da ſprang ſein blonder Schatz hervor und rief mit heißen Thränen:Ha, hamm', hammer ꝛc.

5. Und alles Volk ſprach tiefgerührt, ob ſolcher Wieder⸗ findung:Man geb' ihn frei und losgeſchnürt der Sreundin zur Verbindung! limmt ſie ihn hier vom Sleck als Srau, ſei alle Schuld verziehen! Und heut noch wird im ganzen Gau als Seſtbardit geſchrieen:Ha, hamm', hammer ꝛc.

J. v. v. Scheffel.

16. Die luſtigen Vrüder.

ſaßen beim ſchäumenden, funkelnden Wein drei «fröhliche Burſche und ſangen; es ſchallte und brauſte das Jubellied,: und luſtig die Becher erklangen.:

2. Der Erſt', ein Jüngling mit dunkelem Haar, hob hoch in der Rechten den Becher:Dem Vater Rhein, der den Wein uns erzog,: ein donnerndes Vivat, ihr Secher!: