2. Was ſoll ich mit dem Seuge machen, dem Waſſer ohne Saft und Kraft, gemacht für Kröten, Sröſche, Drachen und für die ganze würmerſchaft?: Sür Menſchen muß es friſcher ſein: drum bringet Wein und ſchenket ein!:
3. O Wonneſaft der edlen Reben! o Gegengift für jede Pein! wie matt und wäſſ'rig iſt das Leben, wie ohne Stern und Sonnenſchein,: wenn du, der einzig leuchten kann, nicht zündeſt deine Lichter an!:
4. Es wäre Glauben, Lieben, Hoffen und alle Herzens⸗ herrlichkeit im naſſen Jammer längſt erſoffen, und alles Leben hieße Leid,: wärſt du nicht in der Waſſernoth des muthes Sporn, der Sorge Tod. 9
5. Drum dreimal Ruf und Klang gegeben! ihr frohen Brüder, ſtoßet an:„dem friſchen, kühnen Wind im Leben, der Schiff und Segel treiben kann!“:Ruft Wein, klingt wein und aber Wein! und trinket aus und ſchenket ein!:
6. Aus Seuer ward der Geiſt geſchaffen, drum ſchenkt mir ſüßes Seuer ein! Die Luſt der Cieder und der waffen, die Luſt der Liebe ſchenkt mir ein, der Trauben ſüßes
Sonnenblut, das Wunder glaubt und Wunder thut!: E. I. Arndt. 1817. —
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8. Nied eines abziehenden Vurſchen.
Deneoſee Burſche zieh' ich aus, behüt' dich Gott, Phi⸗ liſterhaus! ſ: Sur alten Heimath geh' ich ein, muß ſelber nun Philiſter ſein!:
2. Sahrt wohl, ihr Straßen grad und krumml ich zieh“ nicht mehr in euch herum, ſ: durchtön’ euch nicht mehr mit Geſang, mit Lärm nicht mehr und Sporenklang!:
3. Was wollt ihr Kneipen all' von mir? Mein Bleiben iſt nicht mehr allhier; ſ: winkt nicht mit eurem langen Arm,
macht mir mein durſtig Herz nicht warm!:


