4. ied des Trompeters von Säckingen.
A Heidelberg, du Seine, du Stadt an Ehren reich, am Neckar und am Rheine, kein' and're kommt dir gleich.
Stadt fröhlicher Geſellen, an Weisheit ſchwer und wein, klar
ziehen des Stromes Wellen,: Blauäuglein blitzen drein.
2. Und kommt aus lindem Süden der Srühling über’s Land, ſo webt er dir aus Blüthen ein ſchimmernd Brautge⸗ wand. Auch mir ſtehſt du geſchrieben in's Herz gleich einer Braut, es klingt wie junges Lieben: dein Name mir ſo traut.
3. Und ſtechen mich die Dornen und wird mir’s draus zu kahl, geb’ ich dem Roß die Spornen und reit' in's Heckar⸗ thal. J. v. v. Scheffel.
ð
5. Adlarnung vor dem Ahein.
◻⁵ den Rhein, an den Rhein, zieh’ nicht an den Rhein, ¹ mein Sohn, ich rathe dir gut; da geht dir das Leben zu lieblich ein, da blüht dir zu freudig der Muth!
2. Siehſt die Mädchen ſo frank und die Mlänner ſo frei, als wär'’ es ein adlig Geſchlecht; gleich biſt du mit glühender Seele dabei. So dünkt es dich billig und recht.
3. Und zu Schiffe, wie grüßen die Burgen ſo ſchön und die Stadt mit dem ewigen Dom! In den Bergen, wie klimmſt du zu ſchwindelnden Köhen und blickeſt hinab in den Strom!
4. Und im Strome, da tauchet die flixp' aus dem Grund, und haſt du ihr Lächeln geſeh'n, und ſang dir die Lurlei mit bleichem Mund, mein Sohn! ſo iſt es geſcheh'n.
5. Dich bezaubert der Laut, dich bethört der Schein, Ent⸗ zücken faßt dich und Graus. Nun ſingſt du nur immer: Am Rhein, am Rhein, und kehrſt nicht wieder nach Haus.
Karl Simrock.


