1. Farbenlied.
E
as Herrlichſte in Gottes welt, Das Höchſte, was den Buſen ſchwellt, Das malet ſich in Grün— Weiß— Gold⸗
Wie lacht mich an die grüne Au'’, Perlt weiß wie Silber drin der Thau, Und drüber ſtrahlt der Sonne Gold: Den Sarben bleib' ich ewig hold.
Darf erſt der Myrthe keuſches Grün Des Liebchens weiße Stirn umzieh'n, Wie prangt ſie in der Locken Gold, Den Sarben bleib' ich ewig hold.
Daß frohe HKoffnung mich umſchwebt,
Kein deutſches Blut am Schwert mir klebt, Daß ich das Wahre ſtets gewollt,
Das zeigt mir an mein Grün— Weiß— Gold.
Und legt ihr mich in’s Grab hinein,
Deckt's nicht mit einem kalten Stein!
Doch jeder Srühling ſchmück' es hold
Mit Laub und Blumen: Grün— Meiß— Gold. Sranz Scriba.


