12 Möge der Tag nicht mehr fern sein, an dem das alte, stolze 116. Regiment, das auch in dem Großen Kriege wieder neuen, blutigen Lorbeer um seine alten ruhmgekrönten Fahnen flechten durfte, in Gießen seine ruhmreiche Wiederauferstehung feiert.
Was eine starke Armee für Deutschland bedeutet, das haben wir gerade in den Jahren nach dem Kriege erfahren, in denen wir sie entbehren mußten. Wie wäre heute die militärische Lage Deutschlands inmitten seiner bis an die Zähne bewaffneten haß- erfüllten Nachbarn, wenn ihm nicht in letzter Stunde ein Mann erstanden wäre, der, selbst Soldat vom Scheitel bis zur Sohle, in aller Stille wieder die Armee aufbaute und sich anschickt, allen Hindernissen zum Trotz dem deutschen Volke wieder den Weg in eine neue Zukunft zu bahnen?
Wir wissen, daß die deutsche Schicksalsfrage nicht in den Sternen gelöst wird, sondern nur durch eine aus der Tiefe des ganzen Volkes kommende, gigantische Tat. Drum geloben wir auch in dieser Weihestunde, daß wir, ein jeglicher auf dem Posten, auf den das Schicksal ihn gestellt hat, mit allen unseren Kräften mitarbeiten wollen an dem großen Werke der Erneue- rung unseres Volkes. Wir wollen nicht nörgeln und kritisieren, sondern uns als wahre Nationalsozialisten in Erkenntnis der großen Linie, die der Führer vorgezeichnet hat, einreihen in die breite Front derer, die auf ihre Fahne das eine Wort geschrieben haben:„Deutschland!“
Drum, Tritt gefaßt, deutsches Volk, die Fahnen hoch, die Reihen fest geschlossen! Nimm mutig Dein Schicksal in Deine Hand und trete im festen Gottvertrauen den Vormarsch an in eine schönere, bessere Zukunft unter Führung des gottgesandten Mannes, um den die ganze Welt uns beneidet!
Dem ewigen Deutschland, seinem großen Führer und Kanzler Adolf Hitler ein dreifaches Sieg Heil!


