würdigen Worte, die über der Eingangspforte jeder deutschen Knabenerziehungsanstalt stehen sollten:
„Wanderer kommst Du nach Sparta, So melde dorten, Du habest uns hier liegen gesehen, Wie das Gesetz es befahl“.
Ja, wie das Gesetz es befahl, so lagen auch unsere gefallenen lieben Corpsbrüder auf blutiger Walstatt dahingestreckt, Einer für Alle, Alle für Einen, wie der Wahlspruch unseres Corps es von ihnen forderte.
Uns Ueberlebenden aber, besonders die wir Schulter an Schulter mit ihnen gekämpft und geblutet haben, erwächst die neilige Pflicht, ihnen bis an das Ende unserer Tage aus tiefstem Herzen zu danken für das Opfer ihres Lebens.
Ihr Gedächtnis wird nicht verlöschen, solange noch die schwarz-weiß-rote Fahne vom hohen Turm unseres Corpshauses weit hinüber grüßt über die altehrwürdige Mater Ludoviciana und junge und alte Hessen sich noch an den ldealen ihres Corps begeistern.
All das Blut aber, das geflossen ist, und all das furchtbare Leid, das gelitten wurde, schreibt die Namen derer, die es traf, nicht nur für alle Zeiten in das Buch der Deutschen Geschichte, sondern es verpflichtet über die heutige Generation hinaus alle Deutschen bis in die fernsten Geschlechter, das Vermächtnis unserer Toten zu wahren und zu hüten. Wir geloben in dieser Feierstunde, uns der Gefallenen würdig zu erweisen und alle unsere Kräfte einzusetzen für Volk und Vaterland, damit uns wieder erstehe ein Deutschland der Ehre und der Würde, ein Deutschland der Kraft und der sozialen Gerechtigkeit, ein Deutsch- land der Stärke und der Freiheit. Uéeber Gräber vorwärts, Deutschland muß leben, wenn wir auch sterben müssen, Deutsch- land stirbt nicht!
Noch einmal lassen wir die gefallenen Corpsbrüder an uns vorüberziehen, so, wie ihre Namen auf der Helden-Gedenktafel unseres Corpshauses in Sandstein gemeiselt, für alle Zeiten ver— zeichnet stehen. Es starben als treue Hessen für das Vaterland:


