Die Gießener Universitäts-Frauenklinik einst und jetzt. 23
Operative Eingriffe:
Dammnaht(inkomplett)..... 205
„(Kkomplett)...... 5 Gervwixnanntk..... 8 Gorpusamputation........ 5 Wendung auf Fuß...... 65 LExUraltion 95 Manuelle Placentarlösung..... 34 Uterustamponade........ 13 ZLange........ 103 NolbenMrgsoho. 1 Metreuryse......... 27 Hebosteotomie........ 2 Vaginaler Kaiserschnitt...... 2 Sectio abdominalis....... 42 Perfonation......... 18
Zu diesen statistischen Ausführungen habe ich folgendes zu bemerken:
Die Operationsfrequenz erscheint außerordentlich groß, ins- besondere dann, wenn meine oben aufgestellte Behauptung berück- sichtigt wird, daß wir möglichst abwartende Geburtshilfe betreiben. Indessen ist dabei zu berücksichtigen, daß die Zahl der Normal- entbindungen immer mehr zurückgeht, wogegen die Zahl der patho- logischen Fälle wächst. Das beruht darauf, daß Hausschwangere sich immer weniger zur Aufnahme melden, während verheiratete Frauen und besonders solche, bei denen bereits bei früheren Ent- bindungen oder im Beginn der Geburt Störungen sich gezeigt haben, in steigender Zahl in die Klinik eingewiesen werden. Es ist natür- lich, daß unter den wegen Geburtsstörungen in die Klinik ein- gewiesenen Frauen sehr viele sich befinden, die einer operativen Beendigung der Geburt bedürfen.
Wenn wir daher unter im ganzen 1359 Geburten 103 Zangen zu verzeichnen haben, so ist das nicht auf laxe Anzeigestellung, sondern in der Hauptsache auf die genannten Umstände zurückzu- führen. Freilich ist hier und da eine Zange zu Unterrichtszwecken gemacht worden, die sich bei strengster Anzeigestellung vielleicht hätten vermeiden lassen, und es mag auch bei dem häufigen Wechsel der Assistenten der eine oder andere in seiner Anzeigestellung etwas


