Die Gießener Universitäts-Frauenklinik einst und jetzt. 15
Die Einteilung der Klinik ist folgende:
Für den Lehrbetrieb besitzen wir einen Hörsaal mit kleinem Vorbereitungszimmer im Erdgeschoß. Außerdem ein Phantomzimmer im Unterstock des Anbaues. Einige Räume für die Sammlung anatomischer Präparate und von Becken befinden sich daneben. Ein großer Raum für die Bücherei, der zugleich die Schränke mit der Sammlung geburtshilflicher Instrumente enthält, befindet sich im zweiten Obergeschoß.
Für den Klinikbetrieb haben wir eine geburtshilfliche Abteilung, bestehend aus den Entbindungsräumen, der Schwangeren-, der Wochen- und Kinderstation, die voneinander getrennt gehalten sind. Der geburtshilflichen Abteilung stehen drei Entbindungszimmer zur Verfügung: ein Saal mit drei, je nach Bedarf auch mehr ge- burtshilflichen Betten für die Entbindungen in der III. Klasse, ein Entbindungszimmer für die Gebärenden der I. und II. Klasse und schließlich ein kleineres Zimmer für infizierte Fälle, das vollständig von den übrigen getrennt ist. Zwischen den beiden zuerst genannten Entbindungsräumen befindet sich der Vorbereitungsraum, in dem die Schwangeren vor der Geburt im Stehen in einer Wanne abgewaschen und wenn nötig sonst vorbereitet werden.
Die zweite Abteilung ist die gynäkologische.
Sie umfaßt folgende Unterabteilungen.
Die operative Station, zu der ein großer aseptischer Operationssaal mit einem anstoßenden Sterilisierraum, auf der an- deren Seite ein Vorbereitungsraum gehören. Ein zweiter, septischer, Operationsraum ist durch das Vorbereitungszimmer von dem asep- tischen Operationssaal getrennt. Zu dieser Station gehört ferner ein besonderes Untersuchungszimmer, in dem die etwa nötige Weiterbehandlung der Kranken, die Untersuchungen einschließlich Cystoskopie und Rektoskopie vorgenommen werden.
Die aseptisch-konservative Station, in der neben den eigentlich gynäkologischen Kranken, die einer länger dauernden nichtoperativen Behandlung bedürfen, auch die leider sehr zahl- reichen nichtfieberhaften Aborte Aufnahme finden.
Dieser konservativen Station soll eine hydrotherapeutische Einrichtung angegliedert werden, die im Prinzip bewilligt ist, aber vorläufig nicht eingerichtet werden konnte, da die dafür bestimmte Waschküche noch nicht vollständig entbehrt werden kann.
Vorläufig stehen dieser Station zur Verfügung: 1. ein Bergonié-


