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Wortmann angestellt, der aber nicht zugleich Tierarzt war. Das gleiche gilt von seinem Nachfolger Privatdozent Dr. med. G. F. Weber, der nach jenes Tode, 1824, die Mar- Lalnneſeſchle bis 1840 versah, auch zunächst für die Pferde, ohne Tierarzt zu sein oder sich als solcher auszugeben. In- dessen hatte in Wirklichkeit der Kreistierarzt Dr. med. Vix seit Frühjahr 1828 auf Verlangen des Stallmeisters Franken- feld die Krankheitsfälle bei den Pferden des Universitäts- marstalles ohne jede Vergütung behandelt, weshalb Vi X 1831 die Universitäts-Administrations-Kommission um Anstellung beim Universitätsmarstall und entsprechende Vergütung bat. Er wurde jedoch zunächst abschlägig beschieden. Es war eine der vielen Enttäuschungen, die diesem vortrefflichen, uneigen- nützigen Manne bevorstanden.
Laut Reskript des Großherzl. Hess. Ministeriums des Innern und der Justiz zu Darmstadt vom 25. Oktober 1827 wurde der Großh. Medizinalassessor und Tierarzt Dr. med. Karl Wilhelm Vix(geb. 27. März 1802 in Gießen) zum Tier- arzt des Bezirkes Gießen(Kreistierarzt) ernannt. Der Landes- universität wurde gleichzeitig aufgetragen, Vi x„die Erlaub- nis zu erteilen, Vorlesungen im Gebiete der Veterinärwissen- schaften auf der Landesuniversität gegen Bezug der gewöhn- lichen, von seinen Hörern zu entrichtenden Kolleggelder halten Zu dürfen“.
Nach den Fehlschlägen bzgl. der Lehrer und Instituts- projekte für Tierheilkunde während der ersten 5 Jahrzehnte tierärztlichen Unterrichtes an der Universität Gießen war nun in Vix der rechte Mann gefunden, der sich sehr bald nach An- tritt seiner Kreistierarztstelle im April 1828 und Aufnahme seiner Lehrtätigkeit gleichsam als Privatdozent als qualifiziert Zzum akademischen Lehrer erwies, und nach vielen Mühen Schöpfer des ersten Gießener tierärztlichen Institutes und Unterrichtes, und zwar innerhalb der medizinischen Fakultät wurde.— Hier sei eingefügt, daß die von Händler 1025 geäußerte Meinung, daß„Gie veterinärmedizinische Fakultät der Universität Giel Ben vermutlich auf das Institut in Marburg zurückgeht“, irrtümlich ist. Es bestanden weder während des besprochenen halben Jahrhunderts noch später(außer der Fortsetzung der Zeitschrift von Busch nach dessen Tode durch ViXx) die beiderseitige Entwicklung beeinflussende Be- ziehungen zwischen den beiden tierärztlichen Unterrichts- stätten.
Vix, der Tierheilkunde in Hannover und Wien, dann Medizin in Göttingen studiert hatte, wurde in Anerkennung seiner Verdienste, Leistungen und Opferwilligkeit am 10. Fe- bruar 1835 zum außerordentlichen Professor der Tierheil- kunde und am 4. Mai 1857 zum ordentlichen Honorarprofessor


