Am 24. Januar 1931 veranstaltete die Philosophische Fakultät auf Anregung des mathematischen Seminars eine Gedenkfeier für Moritz Pasch in der„kleinen Aula“. Der Rektor, zahlreiche Dozenten mit ihren Angehörigen, Verwandte und auswärtige befreundete Fachgenossen des Entschlafenen hatten sich eingefunden zu einer Stunde weihevoller Erinnerung an den großen Mathematiker, der von der Schwelle des Mannes- alters bis zu seinem hochbetagten Ende der unsrige war:
Moritz Pasch wurde geboren am 8. November 1843 in Breslau, studierte dort und in Berlin und habilitierte sich in Gießen am 29. November 1870. Hier verblieb er bis zu seinem Tode(20. September 1930 in Homburg v. d. H.).
Zu Ehren des trefflichen Menschen, des bedeutenden Lehrers und bahnbrechenden Forschers beschloß die Philosophische Fakul- tät, die auf der Feier gehaltenen Reden der Herren Prof. Dr. Engel und Prof. Dr. Dehn durch Drucklegung zu erhalten.— Das am Schluß beigefügte Gedicht wurde von unserem verstorbenen Kollegen Honigmann zu Paschs 80. Geburtstage verfaßt.
Gießen, im März 1931.
W. J. Schmidt
Dekan der philosophischen Fakultät.
von Münchowsche Universitätsdruckerei Otto Kindt, G. m. b. H., Gießen


