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bei den Veregnungsflügeln möglich wird. Eine Koppel von 3,5 Morgen kann an einem Tag mit der angegebenen Regenmenge verſehen wer⸗ den. Das benötigte Waſſer wird durch eine elektriſche Pumpe aus einem Brunnen im Lahntal heraufgepumpt. Die Beregnungsanlage dient gleichzeitig zum Ausbringen der Gülle mit dem Unterſchied, daß an Stelle der Viereckdüſe ein Orginal⸗Lanninger⸗Jaucheverteiler Ver⸗ wendung findet. Die Rohrleitung wird in dieſem Falle anſtatt an das Standrohr der Beregnungsanlage an eine Kobra⸗Borſig⸗Pumpe angeſchloſſen, die an der Güllegrube Aufſtellung findet. Die Kraftüber⸗ tragung geſchieht mittels Fernkabel aus dem Hof. Zum Schutz der Weidetiere wurde hinter dem Wäldchen, bequem von allen Seiten er⸗ reichbar, eine geräumige Schutzhütte errichtet.(10: 12 m), die gleich⸗ zeitig als Melkſchuppen Verwendung findet,
Die Schweineweide.
Dieſe iſt an der Nordſeite des Hofes gelegen und wurde im Auguſt 1926 angeſäet. Als Vorfrucht dienten Kartoffeln mit darauf⸗ folgendem Wickfutter. Die Samenzuſammenſtellung wurde vom Heſſi⸗ ſchen Grünlandverein vorgenommen. ſ. S. 10.
Im erſten Winter nach der Anlage wurden ſämtliche Koppeln mit einer Stallmiſtmenge von ca. 150 Ztr. pro ¼ ha überdeckt. Jede Koppel umfaßt 1*4 ha. Sie iſt mit dem Hof und dem Schweine⸗ tummelplatz durch einen Laufgang verbunden. Im ganzen ſind 9 Koppeln vorhanden. Die Tiere haben jeweils von 2 Koppeln aus Zugang zu den Schutzhütten, die nach Art der Hütten auf dem Limburgerhof errichtet ſind. Die Umzäunung beſteht aus 6—8 Sta⸗ cheldrähten. Ähnlich wie auf der Rindviehweide dient auch hier eine Baumreihe, die durch die Mitte der Weide gepflanzt iſt, zur Be⸗ ſchattung.
Der Wechſel der Koppeln wird durch Grasbeſtand und Beſatz⸗ ſtärke beſtimmt(alle 8— 10 Tage im Durchſchnitt). Wegen des ge⸗ ringen Tierbeſtandes wurden im Jahre 1927 ſechs Koppeln zu Heu geerntet.
Der Auftrieb erfolgte im Jahre 1927 Ende April, 1928 am 27. April.
Sämtliche Zuchttiere werden morgens und mittags je drei Stun⸗ den geweidet, und zwar in der Weiſe, daß ſie um 8 Uhr ausge⸗ trieben werden, nach 11 Uhr wieder in den Tummelplatz geholt und von 3—6 Uhr nachmittags wiederum geweidet werden. In der Zwiſchenzeit, auch des nachts, befinden ſich die Schweine im Tum—⸗ melplatz. Dieſer liegt innerhalb des Hofes hinter der Scheune und iſt mit Tränke und Suhle, ſowie mit Futtertenne ausgeſtattet. Er


