2. Die Wolken, ſie tanzen, manch Sternlein fällt, hat tief in den Wolken gezecht;:, ich ſteh' wie ein Fels, wie die Angel der Welt, wie ein Kaiſer in Freiheit und Recht.„
3. And die Straßen durchirr' ich, die Plätze ſo ſchnell, ich klopfe von Hauſe zu Haus; bin ein fahrender Schüler, ein wüſter Geſell, wer ſchützt mich vor Wetter und Graus?
4. Ein Mägdlein winkt mir wom hohen Altan, hell flackert im Winde ihr Haar. Ich ſchlag in die Saiten und ſchwing' mich hinan, wie licht iſt ihr Aug' und wie klar!
5. And ſie küßt mich und drückt mich und lachet ſo hell; nie hab ich die Dirne geſchaut. Bin ein fahrender Schüler, ein wüſter Geſell, was lacht ſie und küßt mich ſo traut?!
Wenn die Schwalben heimwärts ziehen.
2. Wenn die Schwalben heimwärts ziehn, wenn die Roſen nicht mehr blühn, wenn der Nachtigall Geſang mit der Nachti⸗ gall verklang,, fragt das Herz in bangem Schmerz, ob ich dich auch wiederſeh?
2. Wenn die Schwäne ſüdlich ziehn, dorthin, wo Zitronen blühn, wenn das Abendrot verſinkt, durch die grünen Wälder blinkt,: fragt das Herz in bangem Schmerz:, ob ich dich auch wiederſeh?
3. Armes Herz, was klageſt du? O auch du gehſt einſt zur Ruh! Was auf Erden, muß vergehn! Gibt es wohl ein Wiederſehn?:,: fragt das Herz in bangem Schmerz,:,: glaub, daß ich dich wiederſeh. Karl Herloßſohn 1830.


