Druckschrift 
Weihnachtsgruß der Universität Gießen an ihre Studenten im Felde / [Großherzogliche Hessische Ludwigs-Universität zu Gießen; die Zeichnungen sind von Professor Otto Ubbelohde]
Entstehung
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bringen, uns nicht retten können vor dem Erliegen unter der er⸗ drückenden Laſt der Kriegskoſten und der kommenden Not.

Noch aber lebt der alte Gott, der unſer Volk bewahren wird vor dem Antergang, wenn nur jeder Einzelne willig ſein Selbſt voll einſetzt für Ausharren und Sieg. Gott war ſo unneutral, uns einen Hindenburg und Ludendorff zu beſcheren. In dieſer deutſcher Männer Namen und Art liegt unſer Heil. Nicht bloß um unſer ſelbſt willen, auch um das Heil der Menſchheit wird geſtritten, die mit unſerer Niederlage verarmen müßte.

Dank, heißen Dank Euch, die Ihr mitſtreitet für Deutſchlands Heil und Ehre, die Ihr helft, die Mauer zu verſtärken, die unſer geliebtes Vaterland ſchirmt vor dem Einbruch der feindlichen Horden, die Ihr darum die Ehre und der Stolz unſerer alma mater Ludo- viciana ſeid.

Möge unſer Wunſch Euch das Weihnachtsfeſt im Kriegs⸗ getümmel als ein Gruß der Heimat ein wenig verſchönen! Möge übers Jahr der Weihnachtsbaum für Euch am heimiſchen Herde auf⸗ geſtellt ſein und ſein Kerzenſchimmer in ein wieder befriedetes, in glücklicher Entwicklung begriffenes, ſiegreiches Deutſchland hinaus⸗ leuchten!

Dr. Erich Opitz Dekan der Mediziniſchen Fakultät.