7: ſchen ſich mit dem aͤuſſerlichen Weſen in dem Chriſten⸗ thumb auffhalte/ und mit der irrigen Meinung/ ob beſtehe die Chriſten⸗Pflicht nur in einem feinen erba⸗ ren Burgerlichen Wandel/ ſich jaͤmmerlich betriege/ dannenhero getreue Lehrer und Prediger durch trieb ihres Gewiſſens/ und ihrer auffhabenden ſchweren Verantwortung nach/ ſolchen irrigen tieff gewur⸗ tzelten Wahn/ ſo mit Fug ein altes kaltes Weſen/ (weil es eine Frucht des alten Adams iſt) genennet wird/ ihren Zuhoͤrern benehmen/ und ſie auff das/ von GOtt dem HErm in ſeinem H. Wort erforderte lebendige Chriſtenthumb weiſen/ das demſelben ent⸗ gegen geſetzte/ dem Menſchen von Natur anklebende aͤuſſerliche Schein⸗Chriſtenthumb aber verwerffen ſollen und muͤſſen. Und iſt es alſo an⸗ und vor ſich ſelber gar keine neue Lehre/ ſondern nur nach dem Be⸗ griff oder Mißdeutung einiger Leuthe/ welche ſolche Lehre ſich eigenwillig vor neu eingebildet/ alſo genen⸗ net worden: Dann auch die vorige und jetzige all⸗ hieſige Lehrer und Prediger ebenfalls/ ein jeder nach dem Maaß der Gnade/ ſo GOtt ihme verliehen/ al⸗ ſo geprediget hat/ worzu auch Unſere Fuͤrſtl. Kirchen⸗ Ordnung am Aten und yten Blat alle und jede in Un⸗ ſerm Lande ſtehende Pfarrer mit folgenden Worten
ernſtlich anweiſet Und Wir dann vernehmen/
daß bey vielen gemeinen Leuthen hin und f B wieder


