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Bekennern unſers Evaugeliſchen Glaubens/ laͤngſt verworffenen/ bey dem gemeinen Hauffen aber/ hie und da faſt ſtarek eingeriſſenen irrigen Principio, als ob der Menſch ſich der rechtſchaffenen Gottſeligkeit mit aller Bemuͤhung zu befleiſſigen/ eben nicht aͤu⸗ ſerſt noͤthig haͤtte/ ſondern es auch wohl bey dem glei⸗ chen bleiben laſſen koͤnte/ indeme wir doch elende ſchwache ſuͤndliche Nenſchen waͤren/ mit Eyffer und Nachdruck entgegen geſtanden; und/ wie billig/ mit andern unſern Evangeliſchen Lehrern und Predi⸗ gern beſtaͤndig dargegen geſprochen; Hingegen aber/ ihrern Zuhoͤrern eine wahre/ ungefaͤrbte und hertzliche Gottes⸗Furcht/ als das Kennzeichen des lebendigen ſeligmachenden Glaubens/ und den Grund aller e⸗ wigen und zeitlichen Gluͤckſeligkeiten/ welche auch zu allen Dingen nutz iſt/ und die Verheiſſung dieſes/ und des zukuͤnfftigen Lebens hat/ einzupredigen/ ſich bemuͤhet haben.
Imgleichen iſts/ Drittens/ eine ohnverdiente Laͤſterung/ und ohnbillige Mißdeutung derer Worte/ und deren Verſtandes zu nennen/ wann einigen Un⸗ ſeren Geiſtlichen auffgebuͤrdet werden wollen: Sie nenneten die vorhin allhier gebrauchte Lehr⸗Arth einen alten kalten Tand/ ein altes Weſen/ und eine vorgefaßte Meinung/ und verachtet en dardurch ſo wohl die Lehre ſelbſten/ als auch die vorige Lehrer/
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