Und Eure Kraſt, das aber iſt Gottes Kraft in Euch, wird ſich ergießen über Euer Volk, ſie wird es ſtark machen, ſeine Laſt zu tragen, ſich aufzurichten unter ſeinem Joch. Ihr dürſt es anpacken, Euer Volk, mag es auch ſchreien unter Eurem Griff. Aber Ihr müßt ihm Ziele zeigen, für die zu leben es ſich lohnt, und vor allem: Ihr müßt ſeinen Leidensweg mit ihm gehen, Ihr dürft Euch nicht trennen von Eurem Volk. Ihr ſollt keine Herren ſein, ſondern Führer!
Wenn Euch aber doch einmal Trübſinn anwandeln will, und Ihr meint, den Weg nicht finden zu können, der in die Zukunft führt, dann denkt an die Worte des alten, ſchönen giedes, deſſen Weiſe uns die Muſik vorgeſpielt hat:
Wir hatten gebauet
Ein ſtattliches Haus
Und oͤrin auf Gott vertrauet Trotz Wetter, Sturm und Graus. Das Haus iſt zerfallen,
Was hat's weiter Not?
Der Geiſt bleibt in uns Rllen, Und unſre Burg iſt Gott!
5. Dankworte des Vorſitzenden des Rusſchuſſes der Studenten⸗
ſchaſt stud. theol. Friedrich Wilhelm Bernbeck.
magnifizenz! Hochgeehrte Herren Profeſſoren u. Dozenten!
Im Namen und Ruftrag der Geſamtvertretung der Studentenſchaft habe ich die Ehre, unſern tiefgefühlten Dank auszuſprechen für den herzlichen Willkommengruß, den die alma mater heute ihren heimgekehrten Söhnen entbietet; unſeren Dank auch für das freundliche, hilfsbereite Wohlwollen, das uns in dieſen erſten ſchweren Wochen neuen Suchens von ſeiten unſerer akademiſchen Lehrer und Führer ſo wohltuend entgegenſtrömt.
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