LUI
2. Der Erſt', ein Jüngling mit dunkelem Haar, hob hoch in der Rechten den Becher:„Dem Vater Rhein, der den Wein uns erzog:,: ein donnerndes Vivat, ihr Secher!“:,:
„Es lebe der Rhein! es kebe der Rhein!“ ſo ſchallt es heraus in das Weite; da griff in der Taute Saiten und ſprach mit blitzenden Augen der Sweite:
4.„Hoch lebe die liebe Frau Muſika! die haltet in „ f/
Ehren, ihr Brüder! es lebe Muſik! es lebe Geſang!“ Laut klingen die Gläſer wieder.
5. Und wie der feſtliche Ruf ertönt noch zu des Ge ſanges Preiſe, da ſchwingt ſchon der Dritte den Becher empor
und ſpricht zu der Freunde Nreiſe:
6.„Was ſoll uns der Wein, was ſoll der Geſang, wenn die Liebe nicht innig im Bunded Ihr Brüder, der Liebe ein donnerndes Hoch, ein Hoch aus des Herzens Grunde!“
7.„Es lebe die Liebe, die Freundſchaft hoch!“ ſo ſchallt' es von Munde zu Munde; ſie reichen die Hand ſich und herzlichen Kuß, und leeren das Glas bis zum Grunde.
IV. has Jahr iſt gut, braun Bier iſt geraten, drum o wünſch' ich mir nichts als dreitauſend Dukaten, damit kann ich ſchütten braun Bier in mein Loch; und je mehr ich davon trinke,:, deſto beſſer ſchmeckt's noch.:;
2. Seh' ich ein braun Bier, o welch' ein Vergnügens da thu' ich vor Freuden die Mütze abziegen, betracht' da! Gewächſe, o große Allmacht, das aus einem Traur'gen einen Luſt'gen macht.


