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Lieder für den Kommers zur Feier des Jahresfestes der Ludwigs-Universität zu Gießen am 1. Juli 1897 in Stein's Saalbau
Entstehung
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5. Goldne Burſchenzeit entflog ſchuell daß Gott erbarme! Ledern Pbhiliſterium zog mich in düͤrre Arme. Hoch philiſtern lerut' ich nicht, hoch, auf goldnen Schwingen, trug mich Lieb' zum himmelslicht, jubelnd durft' ich ſingen:

lormosae! vWNant et

Vivant omnes virgines, graciles mulieres, tenerae, amabiles, bonae, laboriosae!

0. Weih und Kinder an der lhand freut' ich mich des Lebens; nützlich ſein dem Daterland ward das Hiel des Strebens. Konnte ſich's zum Paradies auch nicht ganz ge ſtalten, Creue, die ich ihm erwies, hat's mir doch gehalten. Vivat et respublica et qui illam regit! Vivat nostra

Civitas, maccenatum carltas, Guae nos lrie Proteght G

7. Im latein'ſchen Liede ſang heut ich alter Knabe meines Lebens ganzen Gang von der Wieg' zum Grabe; konune, wann du willſt, Freund hhein, mich zur Ruh' zu bringen; doch, wie einſt als Füchſelein, will der Greis noch ſingen: Pereat tristitia, percant osores, percat Clabohlu

Cpuivis antiburschius, atque irrisores!

Melodie Hu Schwert an meiner Linken

Sturmesflügel vauſchen, die deutſchen Eichen 8 lauſchen, blinkender Schläger lang miſcht ſich.

dem Chorgeſang. lhurra! hurra! hurra!

2. Heut gilt nicht Spiel noch Scherzen, heut klopfen Rännerherzen, heilge Begeiſterung eint uns zur lhuldigung.

Hurra!

5. Der CThron und Reich umfriedet, das Kaiſerſchwert geſchmiedet, ſtolz trug das Reichspanier, Bismarck, wir jauchzen Dir! Hurra!

1. Du hHeld vom Stamm der Eichen, du Ritter ohne

Gleichen, dein Haupt, ſo hochbetagt, ob dem Jahrhundert

ragt. hHurra!