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Die medizinischen Institute und Kliniken der Landesuniversität Giessen / herausgegeben vom Verkehrsverein in Giessen
Entstehung
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gründet, von Adolf Wernher aber, der von 1845 bis zur Ueber- nahme der Professur für allgemeine Pathologie und pathologi- sche Anatomie durch Langhaus(1872) Direktor dieser Samm- lung war, in bewunderungswürdiger Weise vergrößert und ver- vollständigt. Während die aus dem v. Sömmeringschen Museum stammenden Präparate mit einigen wenigen Ausnahmen nach jetzigen Begriffen ziemlich wertlos waren, haben die von Adolf Wernher in vorzüglicher Weise und mit größtem Verständnis hergerichteten Präparate, die Zum Peil als Unica zu bezeichnen sind, einen großen bleibenden Wert. Es ist daher Adolf Wern her als der Gründer der jetzigen schönen und reichhaltigen pathologisch-anatomischen Sammlung zu nennen. Doch darf ne- ben ihm der frühere Direktor des St. Rochus-Hospitals zu Mainz, Geheimrat Hochgesand nicht vergessen W erden, der emsig be- müht war, durch Uebersendung seines kostbaren Sektionsmate- rials die Sammlung zu bereichern und dadurch den Unterricht in der pathologischen Anatomie wesentlich zu fördern.

Die ausgezeichnete Sammlung, über die ein nach den An- gaben von Derls angelegter Zugangskatalog und ein systema- tischer Katalog Auskunft gibt, ist seitdem außerordentlich ver- größert worden, besonders durch Präparate, die nach den neue- sten Methoden der Konservierung in den natürlichen Farben der pathologischen Veränderungen hergestellt sind; sie ist ein kosthares Besitztum der Universität.

3. Physiologisches Institut.(Plan Nr. 7.)

Bis zum 1. April 1801 war in Gießen die Physiologie mit der Anatomie vereinigt, und das Institut mit in der Anatomie, Bahnhofstraße 84, untergebracht. Unter Geheimrat Eckhard wurde es dann in die frühere Frauenklinik, Senckenbergstr. 15, verlegt, in der es sich jetzt noch befindet. Dieses Gebäude war bereits 1813 erbaut worden und hatte zu den verschiedensten Zwecken gedient, zuerst als Lazarett für die französischen Gefangenen. Der Hörsaal, der sich früher im Erdgeschoß be- fand, ist gegenwärtig im ersten Stock und wurde zuletzt im Herbst 19012 durch Umbau vergrößert, so daß er jetzt 125 Sitz- plätze hat. Im Erdgeschoß und im ersten und zweiten Stock befinden sich Laboratoriumsräume für physikalische und che- mische Physiologie.

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