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Die medizinischen Institute und Kliniken der Landesuniversität Giessen / herausgegeben vom Verkehrsverein in Giessen
Entstehung
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pathologischen Anatomie, sowie der allgemeinen Pathologie und Therapie ernannt wurde und diese Professur bis zu seinem am 26. April 1871 erfolgten Tode inne hatte.

Die Errichtung einer Professur für allgemeine Pathologie und für pathologische Anatomie erfolgte erst im Jahre 1872. Diese wurde Theodor Langhans übertragen; derselbe do- zierte aber nur während des Sommer-Semesters 1872 hier und siedelte schon im Herbst dieses Jahres nach Bern über, wo er seit einigen Jahren im wohlverdienten Ruhestande lebt. Sein Nachfolger wurde Karl Köster, der aber auch bereits im Herbst 1874 einem Rufe nach Bonn folgte, wo er am 2. De- zember 1904 gestorben ist. Von 1874 bis zu seinem am 15. Mai 1881 erfolgten Tode bekleidete Max Perls die Professur für pathologische Anatomie. An seine Stelle wurde Felix Mar- chand berufen, der aber auch schon im Oktober 1883 einem Ruf nach Marburg folgte; an dessen Stelle trat der jetzige In- haber der Professur Eugen Bostroem.

Ein selbständiges pathologisches Institut wurde erst im Jahre 1872 errichtet und in drei kleinen Räumen des 1840 be- zogenen neuen Anatomiegebäudes untergebracht, die als Ar- beitsräume des Direktors und des Assistenten dienten, während die Vorlesungen in dem anatomischen Hörsaal abgehalten und die Sektionen in einem kleinen Nebengebäude des akademi- schen Krankenhauses und in der Entbindungsanstalt ausgeführt werden mußten. Diese Verhältnisse, die nicht einmal den aller- bescheidensten Anforderungen entsprachen, welche im Interesse des Unterrichtes und der wissenschaftlichen Arbeit an das In- stitut gestellt werden mußten, blieben bis zur Errichtung des neu erbauten, jetzigen pathologischen Institutes bestehen, das am 28. Juli 1800 mit der medizinischen Klinik und Frauenklinik eingeweiht und im Herbst desselben Jahres bezogen wurde.

An dem Institut sind 2 Assistenten und 2 Diener angestellt. In dem Erdgeschoß befindet sich im westlichen Flügel die Dienerwohnung, während auf der entgegengesetzten Seite der Leichen- und Beerdigungsraum untergebracht ist. Im ersten Stock liegen der Sektionssaal und die Arbeitsräume und Labora- torien, im zweiten die Unterrichtsräume und die großen, schö- nen Sammlungsräume.

Die Sammlung pathologischer Präparate wurde hauptsäch- lich durch den Ankauf des anatomischen Museums des Ge- heimrats v. Sömmering in Frankfurt a. M. im Jahre 1836 be-

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