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Die medizinischen Institute und Kliniken der Landesuniversität Giessen / herausgegeben vom Verkehrsverein in Giessen
Entstehung
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wird von außen durch gemauerte Kanäle in die Ventilations- kammern geführt, hier gereinigt, erwärmt und befeuchtet und durch vertikale Schächte in die einzelnen Krankenräume geführt. Für die Beleuchtung ist eine ausgebreitete elektrische Anlage mit besonderen Einrichtungen für die Untersuchungs- und I ehr- räume eingeführt. In den Krankenräumen ist außerdem noch eine besondere Vorrichtung zur Nachtbeleuchtung angebracht. Des weiteren besteht eine Haus-Telephon- und Klingelanlage, die mit den Schwestern- und Aerztezimmern in Verbindung steht und in dem Zimmer des Pförtners zentralisiert ist. Neben jedem Schwesternzimmer ist ein Tableau für den Sprechapparat an- gebracht. Die elektrische Zentrale für die Beleuchtung liegt unter der Haupttreppe im Souterrain und ihr gegenüber befindet sich ein Versammlungsraum für Andachten und größere Feiern. Im Souterrain ist weiterhin das Aerztekasino, das Speisezimmer für die Schwestern, deren Wohnräume auf den verschiedenen Stationen und im Dachgeschoß sich befinden, außerdem das Speisezimmer für das weibliche Dienstpersonal.

Das Exterieur der mit Terranova in grauem Ton verputzten Klinik ist hauptsächlich durch roten Sandstein verziert, der vor- wiegend an dem Mittelbau und den Loggien verwendet ist. Zur Verschönerung der Architektonik ist auch an dem Mittelbau bild- hauerischer Schmuck angebracht. Auch für das Treppenhaus ist ein reicherer Schmuck vorgesehen. Das Treppenhaus wird durch ein großes buntes Fenster erleuchtet, das einem Kirchen- fenster nachgebildet ist. Die Flure sind durch Schablonierung, dekorative Ausbildung von Glasabschlüssen und Aufstellung von Blumentischen belebt.

Im ganzen besitzt die Augenklinik 120 Krankenbetten, von denen 20 im Isolierhaus und 100 in dem Hauptbau untergebracht sind. Das Personal besteht aus dem Direktor, einem Oberart, zwei Assistenzärzten, einem kommandierten Militärarzt, 9 Schwe- stern, von denen eine der Küche vorsteht, 3 Wärtern, 6 Stations- mädchen, 5 Küchenmädchen, 2 Nähmädchen und 2 Haus- burschen.

Zur Hilfe in dem Laboratorium ist eine ärztliche Präparato- rin angestellt. Die Verwaltung besteht aus dem Verwalter, einem Finanzaspiranten und einem Schreibgehilfen. An der Spitze der Heizungs-, Beleuchtungs- und Wasseranlagen steht ein Werk- meister mit einem Heizer. Die Gartenanlagen um die Klinik