Die Baukosten des Instituts betrugen rund 1 Million Mark, das klinische Gelände umfaßt rund 23000 qm, die Zahl der Krankenbetten beträgt 220. Außer dem Direktor der Klinik sind noch 1 Oberarzt und 7 Assistenten in der Klinik tätig.
Der tägliche Pflegegeldsatz beträgt zurzeit in der I. Klasse 8 bis 10,50 Mark, in der II. Klasse 5 bis 5,59 Mark und in der III. Klasse 1,75 bis 2,50 Mark.
5. Augenklinik.(Plan Nr. 11.)
Die neue Augenklinik auf dem Seltersberge, Friedrichstr. 18, ist am 19. August 1907 bezogen. Der Bau wurde am 28. Mai 1904 begonnen und mit einem Kostenaufwand von 685 000 Mark ausgeführt, so daß auf das Bett 5700 Mark kommen. Seit der Begründung des ophthalmologischen Lehrstuhles im Jahre 1877 bis zum Bezug der neuen Augenklinik wurden die Augenkranken im alten akademischen Krankenhaus behandelt. 30 Jahre waren demnach vergangen, bis die Augenklinik in einem würdigen Neubau dauernde Unterkunft gefunden hat.
Neben dem Hauptgebäude, in welchem sich die Lehr- und Unterrichtsräume, die Poliklinik, die Privatstation und die all- gemeine Station befinden, besteht ein Isolierhaus mit 20 Betten, die zur Aufnahme und Behandlung der ansteckenden Augen- kranken„Blennorrhoe, Diphtheritis conjunctivae, Trachom“ be- stimmt sind. Der Hauptbau und das Isolierhaus sind durch einen unterirdischen Gang miteinander verbunden.
In der unteren Etage des Hauptbaues in dem Souterrain sind links die Heizanlage mit den Vorratsräumen für Koks und Koh- len, rechts die Küche mit den Nebenräumen und die Verwaltung der Klinik untergebracht. Im Erdgeschoß an der Vorderfront ist links das Auditorium und daran anstoßend der Spiegelkurssaal auf der einen und das bakteriologische Laboratorium und ein Mikroskopiersaal auf der anderen Seite. Auf der rechten Seite vom Eingang befindet sich die Bibliothek und die Poliklinik mit Wartezimmer und besonderen Räumen für Sehprüfungen und optische Untersuchungen. Dem Haupteingang gegenüber in der Mitte des Gebäudes ist das Direktorzimmer mit Wartezimmer, Spiegel- und Dunkelzimmer für die Untersuchungen des Direk- tors. In dem östlichen Seitenflügel links sind unten die Drivat- zimmer für männliche Kranke und in dem westlichen Flügel
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