Chirurgische Klinik.
Die chirurgische Klinik, die neben der medizinischen und ophthalmologischen Klinik in diesem Gebäude untergebracht war, stand zunächst noch unter der Leitung des Professors der Geburtshilfe von Ritgen; erst 1835 wurde ein besonderer Fach- vertreter, der Kreiswundarzt Dr. Wernher zu Offenbach als außerordentlicher Professor der Chirurgie berufen, der 2wei Jahre später zum ordentlichen Professor und Direktor der Klinik ernannt wurde. Die chirurgische Klinik besaß damals nur zehn Betten, sie wurde aber in den folgenden Jahren, insbesondere durch Errichtung einer Baracke erweitert. Eine wesentliche Ver- größerung erfuhr die Klinik alsdann unter Bose(1878 bis 1900), nachdem auch der westliche Flügel des Kasernengebäudes von den dort untergebrachten Instituten(Bibliothek, mineralogische Sammlung) geräumt und so ebenfalls der Klinik nutzbar ge- macht werden konnte: Die Klinik besaß damals 90 Kranken- betten und wurde 1800 auf 150 Betten gebracht, als durch Ver- legung der medizinischen Klinik in ihr neues Heim weitere Räume frei geworden waren.
Die neue Klinik, die unter ihrem jetzigen Direktor, Prof. Dr. Poppert, erbaut und 1007 bezogen wurde, besteht aus einem großen Blockbau, einem Isolierpavillon und dem Pavil- lon für Privatkranke. Hierzu kommt noch der Küchenbau mit dem Maschinenhaus und der Schlosserwerkstätte.


