Klinik für psychische und nervöse Krankheiten.
3. Klinik für psychische und nervöse Krankheiten. (Plan Nr. 18.)
Schon in den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurde an der Universität Gießen ein psychiatrischer Unterricht durch den universell gebildeten und interessierten Professor Franz Maria von Ritgen erteilt. Er schrieb u. a. einen Leitfaden der Dersönlichkeitskrankheiten und forderte schon damals eine medi- zinische Unterrichtseinrichtung für Psychiatrie. Es entstand da- mals der Plan, eine staatliche Irrenanstalt nach Gießen zu legen und sie für den Unterricht der jungen Mediziner an der Univer- sität zu benützen. von Ritgens Schüler Ludwig, der Reorgani- sator des hessischen Irrenwesens, der 1866 die Irrenanstalt Hep- penheim geschaffen hatte, suchte die Absichten seines Lehrers zu verwirklichen, indem er durch den von ihm begründeten Hilfsverein für Geisteskranke der Forderung einer psychiatri- schen Klinik starken Nachdruck verlieh.
So kam es, daß nach den 1800 eröffneten neuen In- stituten(innere Klinik, Frauenklinik, Zentraleinrichtungen und pathologische Anatomie) zunächst die Psychiatrische Klinik gleichzeitig mit dem hygienischen Institut erbaut wurde.
Die erste Skizze stammte von Ludwig, sie War jedoch durch Herrn Geh. Oberbaurat von Weltzien in einer kaum mehr er- kennbaren Weise verändert worden und es entstand für den 1805
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