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den Germanen, die Barden ihre Genoſſen zur Schlacht. Durch Lieder und heilige Geſänge ermuthigten ſie ihre Streiter zum Kampfe, hierdurch begeiſtert ſtürzten dieſe dann für die Freyheit ihres heimiſchen Bodens in das Ge⸗ wühl der feindlichen Reihen, und ſchlugen ſo manche Hermannsſchlacht. Blickt in die Vorzeit, wie Geſang den rauhen Krieger bän⸗ digte, wie durch des Ritters Minnelied der freche Schmeichler verſtummte.
Freilich wird die Tonkunſt zuweilen ge⸗ mißbraucht und artet in Tändeley aus, aber verliert ſie darum ihren Werth? Gewiß nicht. Erhabnes bleibt immer erhaben. Hohe und Niedrez ſchätzen dieſe edelſte der Künſte, ge⸗ het in die Höhen der Palläſte, beſuchet niedre Thäler, Alles fühlt die Zauberkraft derſelben.
In ihrem vollen Gehalte— wer weiß es nicht?— faßte ſie unſer geliebter Fürſt auf, erweckte durch ſeine Begünſtigung allge⸗ meinere Theilnahme und ſeine gütige Für⸗ ſorge erſtreckte ſich auch auf unſern Muſenſitz, indem er uns für die Ausbildung in ſo man⸗ chem Zweige der Tonkunſt, Mittel verſchaffte. So erhob ſich unter ſeinem Schutze unſer Con⸗ cert, ſo blühte neben dieſem unſer Verein auf zur Uebung und Bildung im Geſange, der uns ſchon zwei Jahre hindurch Vergniigen und Aufheiterung gewährt, der ſich ſelbſt geſtehen
darf,


