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Hochzuverehrende Anweſende!
Künſte und Wiſſenſchaften erheben ein Volk, nicht Krieg allein gräbt es in die Zeittafeln und ſchützt ſeinen Namen vor Vergeſſenheit. Krieg befördert auch Rohheit, aber die Künſte des Friedens, ſie ſind es, die auf unſer Herz wir⸗ ken und uns den Werth geben, welchen ſich ein kriegsluſtiges Volk vergebens mit ſeinen Waffen zu erkämpfen ſucht. Nur vereint, Muth in Gefahren und ſtiller Sinn, den Muſen hold, dieſe bewirken Großes— Grie⸗ chen und Römer bezeugen es. Neben den Tempeln des Ares und der Bellona erbauten ſie auch dem Apollo Altäre. Und unſer deut⸗ ſches Volk— ſtreuete es gleich nicht Weihrauch in den Tempeln der Götter des Krieges, ſo be⸗ währte es doch im letzten Befreiungskampfe ſeine Tapferkeit, und an deutſcher Krieger Seite erklang Leier und Schwert. Auch die Tonkunſt ſollte beitragen unſer Volk zu ver⸗ herrlichen, um es gleich zu ſtellen mit andern Nationen Europens. Ueberall, von Norden bis zum Süden, ſchätzt man dieſe erhabne Kunſt, im ganzen Vaterlande erkennt man
ihren


