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Frankfurt a. M. und die Nachbaruniversitäten / von Prof. Dr. Sommer in Gießen
Entstehung
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1911 Sonderabdruck aus der No. 24

DEUrScHEN MEDIZINIScCHEN WOCHENSCHRlPY

Begründet von Dr. Paul Börner.

Redakteur: Verlag vonl Geh. San. Rat Prof. Dr. J. Schwalbe Georg Thieme Berlin. Leipzig.

Abdruck von Arbeiten aus der Deutschen Medizinischen Wochenschrift verboten, Referate mit vollständiger Quellenangabe gestattet.

Frankfurt a. M. unddie Nachbaruniversitäten. Von Prof. Dr. Sommer in Gießen.

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Im Anschluß an den Plan, in Frankfurt a. M. eine Stiftungs- Universität zu errichten, ist vielfach die Frage erörtert worden, ob und eventuell in welchem Grade die Nachbaruniversitäten dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. In dem Aufsatz über die Gründung einer Stiftungs-Universität in Frankfurt a. M. hat W. A. Freund in dieser Wochenschrift No. 16 und 17 erörtert 1. was die medizinische Wissenschaft und Kunst, 2. was Frankfurt, 3. was Deutschland davon zu erwarten hat. Es ist hierbei der eventuelle Einfluß auf die Nachbaruni- versitäten unerörtert geblieben. Zu diesen zählen, geordnet nach der relativen Entfernung von Frankfurt: Gießen, Marburg, Heidelberg, Würzburg und Straßburg; speziell für Gießen und Marburg sind mehrfache Befürchtungen geäußert worden. Während im Interesse von Marburg Abwehr versucht worden ist, hat Gießen bisher geschwiegen, und auch jetzt erscheint der vorliegende Aufsatz nur infolge einer von seiten der Re- daktion dieser Wocbenschrift an den Dekan der Medizinischen Fakultät gerichteten Aufforderung, um deren Erfüllung ich ersucht wurde. Trotz dieser offiziellen Art der Entstehung muß ich jedoch die folgenden Ausführungen lediglich als meine persönliche Meinung bezeichnen. Dabei stehe ich von vornherein