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Über die Reform der Doctorpromotion : eine academische Rede / gehalten von Dr. Adolf Philippi, Professor an der Universität Gießen
Entstehung
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was darüber hinaus liegt, will ich nicht berühren, auch wenn ich's könnte. Zwar sind auch dieses Kreises Interessen immer noch mannichfaltig genug, für diesen Gesichtspunkt aber, wie ich Ihnen zu zeigen hoffe, so einheitlich, daſs auch Einer darüber zu urtheilen sich erlauben darf.

Bekanntlich hat die Ungleichheit des Promotions- verfahrens an deutschen Universitäten verschiedentlich den Gedanken an eine theilweise Aenderung dieser Dinge gerade in jüngster Zeit nahe gelegt. Ja wir in Gieſsen sind ganz besonders dabei betheiligt. Denn abgesehen von anderen Aeufserungen wird Ihnen der letzte groſse Aufsatz Mommsen's in denPreuſsischen Jahrbüchern nicht unbekannt geblieben sein, welcher auch unsere Verhältnisse in den Kreis der Bespre- chung gezogen hat.

Danach wird es von vornherein zweifellos sein, daſs wir uns in der Lage einer Minderheit befinden, welche in ihren Einrichtungen der Mehrheit sich an- zuschlielsen hat. Ich hebe, um dieses an einem äuſseren Maſsstabe deutlich zu machen, aus meinem reichen Material einige wenige Zahlen heraus.

Unsere philosophische Facultät hat im verflossenen Decanatsjahre 43 Promotionen vollzogen, genau so viel, wie die philosophische Facultät der Universität Leipzig im Jahre 1871/72. Nun aber betrug die Zahl der Studirenden der philosophischen Facultät von Leipzig schon damals über das sechsfache von der Zahl der Studirenden unserer philosophischen Facultät. Die Zahl der Leipziger Studirenden hat seitdem zu-